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Sulamith Planker
Drei Beiträge nominiert

MEDIENPREIS Bundestagspräsident kürt Sieger am 24. Februar

Journalisten der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, des ZDF und der ARD sind in diesem Jahr für den "Medienpreis Politik" des Bundestages nominiert. Mit der Auszeichnung, die am 24. Februar von Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) verliehen wird, werden journalistische Arbeiten zum Thema Parlamentarismus ausgezeichnet. Jasper von Altenbockum, Redakteur der FAZ, gehört mit seinem Artikel "Deutschland - Ein Puzzle" zu den diesjährigen Nominierten. Aus dem Online-Angebot des ZDF ist der Beitrag von Eckard Gaddum, Nick Leifert und Malte Borowiack "Die Berlin-Bilanz" nominiert. "Retter in der Not - wie Politiker die Krise bändigen wollen" ist der Titel der ARD-Fernsehreportage, mit der sich Stephan Lamby Hoffnung auf die Auszeichnung machen darf, die mit 5.000 Euro dotiert ist.

Unabhängige Jury

Die Jury, der die Zeitungsjournalisten Tissy Bruns (Tagesspiegel), Thomas Kröter (Frankfurter Rundschau), Klaus Rost (Märkische Allgemeine), die Fernsehejournalisten Ulrich Deppendorf (ARD-Hauptstadtstudio), Peter Frey (ZDF-Hauptstadtstudio) und Peter Limbourg (N 24) sowie der Hörfunkjournalist Stephan Detjen vom Deutschlandfunk angehören, wählte aus den eingereichten Beiträgen die drei Nominierten aus. Der überwiegende Teil der Einsendung stammt aus den Bereichen Print und Fernsehen, eingereicht wurden zudem Beiträge, die im Hörfunk beziehungsweise im Internet oder in multimedialen Medien veröffentlicht wurden.

Parlamentarische Praxis

Bis zum 30. Oktober 2009 konnten sich die Autoren mit eigenen Beiträgen um den diesjährigen Medienpreis Politik bewerben. Vorschläge von Dritten waren ebenfalls möglich.

Voraussetzung für eine Bewerbung ist, dass die eingereichten Beiträge dazu anregen, sich mit Fragen des Parlamentarismus zu beschäftigen und zu einem besseren Verständnis der parlamentarischen Praxis beitragen. Der Medienpreis des Deutschen Bundestages wird seit 1993 verliehen.

Im vergangenen Jahr war ein Autorenduo des Spiegel mit dem Preis für eine Reportage zum Thema Politikverdrossenheit ausgezeichnet worden. In ihrem Artikel untersuchen sie die Unlust, wählen zu gehen, zeigen die fragmentarische Politikvermittlung der Medien auf und kommen zur Erkenntnis, dass die Demokratie Zuwendung und Aufmerksamkeit braucht. Das überzeugte die Jury, die feststellte: "Sie haben uns nicht gelangweilt."

Aus Politik und Zeitgeschichte

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