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Aus Plenum und Ausschüssen
Götz Hausding
Drohender Wohnungsmangel

VERKEHR UND BAU

Die energetische Sanierung von Wohnungen und der Ausbau des Angebotes an altersgerechtem Wohnraum bilden die größten Herausforderungen für die Wohnungs- und Immobilienwirtschaft in den kommenden Jahren. In dieser Einschätzung waren sich die am vergangenen Mittwoch in den Verkehrsausschuss geladenen Experten einig. Grundlage des öffentlichen Expertengespräches bildete der Bericht der Bundesregierung zur Wohnungs- und Immobilienwirtschaft in Deutschland (16/13325).

Ralf Kornemann, Präsident des Zentralverbandes der Deutschen Haus-, Wohnungs- und Grundeigentümer, sieht die Branche vor "tiefgreifenden Veränderungen" stehen. Es sei keine Frage, dass Klimaschutzziele umgesetzt werden müssten, sagte er. Jedoch sei vielfach der tatsächliche Verbrauch deutlich niedriger als unterstellt werde. Zudem müsse bei der Verpflichtung zur energetischen Sanierung auf die Struktur der Wohnungseigentümer geachtet werden, die oft "nicht so belastbar" seien.

Auf möglicherweise entstehende Probleme angesichts der anhaltend rückläufigen Neubautätigkeit verwies Gernot Mittler, Präsident des Deutschen Verbandes für Wohnungswesen, Städtebau und Raumordnung. Der zu erwartenden Wohnraumverknappung müsse "politisch entgegengewirkt werden", forderte er. Gleichzeitig müssten Maßnahmen der altersgerechten Wohnungsanpassung verstetigt werden. "Eine Heimunterbringung ist immer teurer als der Ausbau altersgerechter Wohnungen", sagte Mittler. Der Präsident des Bundesverbandes Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen, Walter Rasch, sprach sich auch für die Fortführung der KfW-Programme aus.

Aus Politik und Zeitgeschichte

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