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Johanna Metz
Risiken und Nebenwirkungen

PATIENTENSCHUTZ

Patienten werden künftig über den Gebrauch von Medikamenten und deren Nebenwirkungen besser informiert. Das hat das Europäische Parlament am vergangenen Mittwoch mit großer Mehrheit entschieden. Bereits im Vorfeld hatten sich die Abgeordneten mit dem Rat darüber geeinigt.

Vorgesehen ist unter anderem, europäische und nationale Arzneimittel-Webseiten einzurichten, um Bürgern mehr Informationen über Medikamente und deren Nebenwirkungen bereitzustellen. Darauf sollen zum Beispiel Bewertungen, Zusammenfassungen von Produkteigenschaften sowie Beipackzettel veröffentlicht werden. Überdies haben Patienten künftig die Möglichkeit, den nationalen Behörden Nebenwirkungen direkt mitteilen. Arzneimittel, die einer weiteren Überwachung bedürfen, sollen mit einem schwarzen Symbol auf dem Beipackzettel gekennzeichnet werden.

Die Abgeordneten fordern die Europäische Kommission darüber hinaus auf, in zwei Jahren einen Bericht darüber vorzustellen, wie die Zusammenfassungen von Produkteigenschaften und die Beipackzettel verbessert werden können. Gegebenenfalls soll sie auch Vorschläge machen, wie die Lesbarkeit, das Layout und der Inhalt verbessert werden können. Außerdem soll die Kommission einen Bericht über die ökologischen Auswirkungen von Arzneimittel-Produkten erstellen.

Aus Politik und Zeitgeschichte

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