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Michael Klein
Kabinenluft kein Thema mehr

Verkehr

Gesundheitsgefährdende Belästigungen durch kontaminierte Kabinenluft in Flugzeugen muss nicht weiter untersucht werden. Anträge der SPD (17/7611) und von Bündnis 90/Die Grünen (17/7480), in denen dieses gefordert wurde, lehnte der Verkehrsausschuss am Mittwoch mit den Stimmen der Koalitionsfraktionen CDU/CSU und FDP ab. Die Sozialdemokraten wollten unter anderem umfassende Langzeitmessungen zur toxischen Belastung der Kabinenluft. Im Rahmen einer unabhängigen Studie müsse der Zusammenhang zwischen kontaminierter Kabinenluft und den gesundheitlichen Auswirkungen erforscht werden. Die Grünen forderten "die Verwendung von neurotoxisch bedenklichen Triebwerks-Ölen zu unterbinden". Die Koalition begründete ihre Ablehnung vor allem damit, dass es zurzeit keinen Handlungsbedarf gebe. Bei jährlich mehr als drei Millionen Starts und Landungen in Deutschland seien nur wenige Vorfälle gemeldet worden. Diese würden jetzt untersucht. Für die SPD sind die Vorfälle schon "seit langem" bekannt. Deshalb müsse den Dingen jetzt auf den Grund gegangen werden. Die Grünen wiesen darauf hin, dass es im vergangenen Jahr einen Vorfall gegeben habe, bei dem ein Crew-Mitglied ausgefallen sei. Für die Linksfraktion waren die vorgeschlagenen Maßnahmen "nachvollziehbar und wichtig". Der Regierungsvertreter sagte, in der Sache sei die europäische Ebene zuständig.

Aus Politik und Zeitgeschichte

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