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LESERPOST

Kurz notiert

Zur Ausgabe 35-37 vom 27.08.2012, "60 Jahre Das Parlament"

Ich gratuliere zum 60-Jährigen Erscheinen von "Das Parlament", das ich seit etwa 40 Jahren mit Interesse und Gewinn lese. Es ist mir immer wieder eine wertvolle Informationsquelle und zeigt Stärken und Schwächen unserer Demokratie. Da ich noch das Ende der Weimarer Republik, die Jahre des so genannten "Dritten Reiches", den Krieg sowie den Wiederaufbau unseres Staates erlebt habe, weiß ich um die Bedeutung politischer Aufklärung. Gerade in den letzten Jahren hat die umfassende Information und Aktivierung der Bürgerinnen und Bürger an Bedeutung gewonnen. Es ist gut und nützlich, sich immer wieder der Vergangenheit zu erinnern und sich den Gewinn unserer Demokratie bewusst zu machen. Wir dürfen nicht vergessen, wie wertvoll unser geeintes Europa für den Frieden und den erreichten Wohlstand in unserem Staat ist.

Herbert Kastner, Hildesheim

Zur Themenausgabe "Demografie" 32-34 vom 6.08.2012

Sie haben diese Ausgabe dem Thema Demografie gewidmet. Diese wird, wie alle Wachstums- und Schrumpfungsprozesse, von Exponentialfunktionen y=ax dominiert. Der Brisanz solcher exponentieller Entwicklungen ist sich jedoch kaum jemand bewusst - am wenigsten unseren Politiker. Ich traue den Personen, die in der Sache Demografie das Wort ergreifen, kaum entsprechende mathematische Kenntnisse zu. So legt auch kaum ein Parlamentarier Rechenschaft darüber ab, was zwei Billionen Euro Staatsschulden eigentlich sind. Zur Anschauung: Ein von einer Rolle Klopapier abgetrenntes Blatt hat eine Fläche von 1,3 Kubikdezimeter. Zwei Billionen solcher Blätter totalisieren 26.000 Quadratkilometer. Damit kann man ganz Mecklenburg-Vorpommern (23.170 Quadratkilometer Fläche) lückenlos bedecken, das kleine Saarland (2.570 Quadratkilometer) dazu, und mit dem verbliebenen einem Prozent auch noch die Fläche einer Millionenstadt. Ein anderes Beispiel: Der Urknall soll sich vor weniger als zwanzig Milliarden Jahren zugetragen haben. Damit wären unsere Staatsschulden, ausgedrückt in Euro, über hundertmal größer als das Alter des Weltalls, ausgedrückt in Erdjahren.

Hans-Gert Kessler, München

Zur Ausgabe 27-28 vom 2.07.2012, "Euro-Stabilisierung", Seite 1-3

In den Vorschlägen einiger deutscher Europa-Politiker und der EU-Führungsspitze wird immer deutlicher, dass der Erhalt der Währungsunion ihnen jeden Preis wert ist. Hohe Arbeitslosigkeit, soziale Unruhen, der Verlust an Rechten der Mitgliedsstaaten und der Verlust demokratischer Legitimität sind dieser Preis. Durch Eingriffe in die Souveränität von Staaten wird jetzt versucht, der Euro-Krise Herr zu werden. Mit dem ESM-Rettungsschirm wird dabei ein weiteres Stück Demokratie verloren gehen, da keine umfassende Kontrolle durch den Bundestag möglich ist. Man kann nur hoffen, dass die Bundestagsabgeordneten unser Deutschland mit all seinen Rechten, die es erst vor gut 20 Jahren durch die Wiedererlangung seiner nationalen Souveränität erhalten hat, bewahren.

Carl-Heinz Tretner

Zur Ausgabe 37-34 vom 6.08.2012, "Ringen um Überhangmandate", Seite 15 :

Die Parteien geben sich beim Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe wieder einmal die Klinke in die Hand - der alte und neue Parteienstreit um die Überhangmandate ist wieder ausgebrochen. Ich schlage deshalb vor, das Prinzip der Rotation einzuführen. Danach soll jede Partei, die im Bundestag vertreten ist, einmal die Regierung stellen, dies allerdings nur für drei Jahre, anstatt wie bisher vier. Dann darf jede Partei für drei Jahre regieren und vielleicht sieht man bei Sitzungen dann endlich einmal einen mit Abgeordneten gefüllten Plenarsaal.

Manfred Hackauf, Muszaki

Die Vereinigung der ehemaligen Mitglieder des Deutschen Bundestages und des Europäischen Parlamentes veranstaltete vergangene Woche eine Mitgliederreise nach Hamburg. Neben einem Empfang im Rathaus beinhaltete das Programm zahlreiche touristische Veranstaltungen wie eine Stadt- und Hafenrundfahrt, eine Besichtigung der Elbphilharmonie sowie dem Besuch eines Musicals.

Vereinigung ehemaliger MdB und MdEP, Berlin

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Die nächste Ausgabe von "Das Parlament" erscheint am 8. Oktober.

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