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Julian Burgert
Friedrich Zimmermann tot

Der ehemalige CSU-Bundestagsabgeordnete Friedrich Zimmermann ist am 16. September im Alter von 87 Jahren verstorben. Zimmermann war langjähriger politischer Weggefährte von Franz Josef Strauß. Er vertrat von 1957 bis 1990 den Wahlkreis Landshut im Deutschen Bundestag. Profil gewann er als langjähriger Vorsitzender der CSU-Landesgruppe sowie als erster Stellvertreter des Fraktionsvorsitzenden der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. Von 1965 bis 1972 war er zudem Vorsitzender des Verteidigungsausschusses. 1960 wurde der geborene Münchener wegen Meineides verurteilt, später jedoch aufgrund eines mediznischen Gutachtens freigesprochen. Das trug ihm den Spitznamen "Old Schwurhand" ein.

Unter Bundeskanzler Helmut Kohl (CDU) diente Zimmermann von 1982 bis 1989 als Bundesminister des Innern. Hier setzte er deutliche Akzente bei der Sicherheit, machte sich etwa für das Vermummungsverbot und die Kronzeugenregelung stark. Kritisert wurde er aufgrund seiner harten Haltung in der Asylpolitik. Von 1989 bis 1991 war er zudem Verkehrsminister. Auf diesem Posten engagierte er sich für die Einführung des bleifreien Benzins und des Katalysators.

Der studierte Jurist war von 1955 bis 1963 Hauptgeschäftsführer und Generalsekretär der CSU, von 1963 bis 1967 Schatzmeister und von 1979 bis 1989 Partei-Vize.

Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) würdigte den Verstorbenen in der Plenarsitzung vergangenen Donnerstag und sagte: "Friedrich Zimmermann hat sich innerhalb und außerhalb des Bundestages mit seinem politischen und parlamentarischen Engagement um unser Land verdient gemacht."

Aus Politik und Zeitgeschichte

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