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LESERPOST

Kurz notiert

Zur Ausgabe 41-42 vom 8.10.2012, "Botschafter zwischen den Nationen", Seite 14:

Die Erfahrungen, die die jungen Leute während eines solchen Austauschjahres machen, prägen die Person und halten das ganze Leben. In diesem Jahr hatte ich die riesige Freude, mit meiner Abschlussklasse der Blissfield/Michigan Highschool das 60. Klassentreffen zu feiern. Ich ging 1951/52 mit dem zweiten Jahrgang des Austauschprogramms des "Youth for Understanding Komitee (YFU)" ("Jugend für Verständigung") in die USA, gefördert durch den amerikanischen Hochkommisar für Deutschland und durch örtliche Rotary-Clubs - in unserem Fall in Michigan. Damals wurde das fast als Abenteuer betrachtet. Die Kontakte halten bis heute, die amerikanischen Gasteltern waren ein drittes Großelternpaar für unsere Kinder und ich tausche mich noch immer mit meiner Gastschwester über Alltägliches per E-Mail aus. Ich bin sehr dankbar für meine Erfahrungen des Austausches. Durch Offenheit für Fremdes und aktives ehrenamtliches Engagement - auch international - versuche ich bis heute, etwas davon zurück zu geben.

Anni Langhans, Erlangen

Zur Themenausgabe 41-42 "Die USA vor den Wahlen" vom 8.10.2012:

Ein großes Lob für diese sehr informative und interessante Ausgabe. Sie haben es meiner Ansicht nach geschafft, mit der nötigen Distanz viele relevante Dinge anzusprechen. Sowohl "auffrischende" Beiträge zur Grundkonzeption des Wahlsystems der USA, hintergründigere Artikel über die Kandidaten sowie generelle sicherheitspolitische Aspekte wie die NATO oder Sicherheitsstrategien wurden berücksichtigt. Damit bewegen Sie sich nicht nur im bundesdeutschen Gelände sicher, sondern schaffen es auch, internationale Politik darzustellen. Unter Berücksichtigung der Tatsache, dass es in der Welt ohnehin eine gestiegene Interdependenz zumindest zwischen den Industrienationen gibt, sollten Sie dies öfter tun.

Fabian Rodriguez, per E-Mail

Zur Ausgabe 41-42 vom 8.10.2012, "Wir sind Europa", Seite 15:

Auf dem Bild strahlen mir die zur Zeit mächtigsten Repräsentanten der Bundesrepublik entgegen. Nur der Mächtigste sitzt mit sorgenvoller Miene, so erscheint er mir jedenfalls, am Schreibtisch, um dem bayerischen Löwen einen Gefallen zu tun und sich in das Goldene Buch des Freistaates einzutragen. Der gemeinsame Gesang der Hymne vom einig deutschem Vaterland auf dem Festakt mit den geladenen Gästen hat nicht nur bei mir, sondern auch bei den Millionen Arbeitslosen, Sozialrentnern und Geringverdienern, aber auch bei Jugendlichen mit Migrationshintergrund, unterschiedliche Gefühle geweckt. Sie sehen sich angesichts der Auseinandersetzungen um die europäischen Einigungsbestrebungen mit dem Gedanken konfrontiert, ob unter diesen Umständen Deutschland noch unser Vaterland ist. Millionen sind nach meiner Auffassung nicht mehr davon überzeugt, weil die Gegensätze in den Staaten, besonders wirtschaftlich, unüberbrückbar erscheinen. So gesehen erscheint mir die Drohung der Kanzlerin, "scheitert der Euro, dann scheitert Europa", als eine Kampfansage gegen die von mir genannten Bevölkerungsschichten. Ich behaupte das als 90-Jähriger Bürger dieses Staates, der in der Weimarer Republik geboren wurde, die Krise der Weltwirtschaft als Kind am eigenem Leibe erlebte, als Jugendlicher vom NS-Staat missbraucht und schwer kriegsbeschädigt aus dem Krieg kam, die SED-Diktatur erlebte, um dann, in Freiheit entlassen, gegenwärtig in einer Seniorenresidenz seinen Lebensabend zu verbringen. Deshalb hoffe ich, dass der Optimismus für Deutschland und Europa auch noch in 2013 vorhanden ist. Allerdings unter der Voraussetzung, dass der sogenannte Fiskalpakt nicht nur auf die sozial Schwachen voll durchschlägt, sondern auch diejenigen zur Kasse bittet, die tatsächlich die Gewinner dieser Entwicklung sind, die millionenfach daran verdient haben, dass es einigen Ländern verdammt schlecht geht.

Alfred Peim, Flensburg

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