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LESERPOST

Kurz notiert

Zur Ausgabe 49 vom 3.12.2012, "Opposition beharrt auf Vermögenssteuer" auf Seite 11:

Falls Lisa Paus, stellvertretend für die Partei Bündnis 90/Die Grünen, wirklich bei ihrer Forderung bleibt, eine Vermögensabgabe beziehungsweise eine Vermögenssteuer, so scheint es sich bei diesen Überlegungen meiner Meinung nach um realitätsblinde Traumtänzerei zu handeln! Besonders die Behauptungen, mit dieser Vermögensumverteilung über 100 Millionen Euro für die Staatskasse einkassieren zu können und dabei "lediglich 330.000 Personen" zu belasten, erscheint mir fragwürdig. Ebenso unrealistisch ist die Ankündigung, Betriebsvermögen dabei weitestgehend zu verschonen. Und wenn allen Ernstes noch behauptet wird, diejenigen, die keine Gewinne machten, müssten auch keine Abgaben zahlen, dann ist das Vorhaben wirklich vollkommen realitätsblind. Solche Aussagen beweisen, dass die Urheber dieses Gesetzesentwurfs entweder bewusste Irrlehren verbreiten wollen oder nicht nur wirtschaftlich, sondern auch steuerlich ahnungslos sind, wenn sie ausgerechnet die reine Substanzsteuer tatsächlich wie eine Ertragssteuer abhängig machen wollen. Da frage ich mich doch: Von welchen erzielten Gewinnen?

Hans-Dieter Hagen, Bernau

Zur Ausgabe 49 vom 3.12.2012, "Qualität ist entscheidend" auf Seite 9:

Die Argumentation von Norbert Bolz führt in die richtige Richtung. Meiner Meinung nach besteht das Hauptproblem nahezu aller Zeitungen darin, dass sie in der Vergangenheit zu stark an der Qualität und vor allem an der Kreativität gespart haben, sowie nur noch in extrem unzureichendem Maße auf die (Kunden-)Wünsche gerade jüngerer Menschen eingehen beziehungsweise eingegangen sind. Das spiegelt sich nicht nur darin wider, dass für jene aus den Augen verlorene Zielgruppe die wichtigsten Themen, wie etwa Musik, das Internet oder neue Sportarten, meistens in der Berichterstattung komplett fehlen, sondern ebenfalls kaum noch spannende Reportagen und Dialogplattformen stattfinden, mit denen die Printmedien ursprünglich einmal ihre Leser begeistert haben. Deswegen tut ein radikales inhaltliches Umdenken Not und kein Lamentieren darüber, dass es im Internet eine angebliche "Umsonst-Kultur" gibt, die man ohnehin nicht ändern kann!

Rasmus Helt, Hamburg

Zur Ausgabe 48 vom 26.11.2012, "Rätsel um Bild von Klaus Barbie" auf der Seite 13:

Im Zusammenhang mit dem auf Seite 13 ihrer letzten Ausgabe veröffentlichten Artikel "Rätsel um Bild von Klaus Barbie" und den zahlreichen Leserbriefen, die diesbezüglich bei Ihrer Zeitung eingegangen und veröffentlicht worden sind, bitte ich als Zeitzeuge Folgendes zu beachten:

Ich meine bei genauerem Betrachten des Bildes von Klaus Barbie sind an den Ärmelbeugen seiner Uniform sichtbare schwarz-weiße Streifen zu erkennen. Diese lassen darauf schließen, dass Barbie in Russland seit dem 22. Juni 1941 in sogenannten "Sonderkommandos" zur Vernichtung von Juden, Kommunisten und Volksfeinden eingesetzt war. Als Mitglied eines solchen muss er nicht Angehöriger der Waffen-SS gewesen sein.

Das Abzeichen an der linken Brusttasche ist ein Sportabzeichen, das der Reichssportführer, Hans von Tschammer und Osten, für Wehrertüchtigung verlieh.

Alfred Peim, Flensburg

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