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Alexander Weinlein
Das Bildungsniveau steigt

FAMILIE Regierung legt 14. Kinder- und Jugendbericht vor

Das schulische und berufliche Bildungsniveau in Deutschland ist in den vergangenen Jahrzehnten deutlich gestiegen. Zu diesem Ergebnis kommt der 14. Kinder- und Jugendbericht, den die Bundesregierung einschließlich ihrer Stellungnahme dem Bundestag als Unterrichtung (17/12200) vorgelegt hat. Nach Angaben des Berichts verfügen jüngere Menschen über formal höhere Schul- und berufsqualifizierende Abschlüsse als ältere Menschen.

Diese Entwicklung ist der Vorlage zufolge sowohl bei Jugendlichen ohne als auch mit Migrationshintergrund zu beobachten. Allerdings bestehe zwischen diesen beiden Gruppen nach wie vor ein deutlicher Unterschied. So verfügten junge Menschen ohne Migrationshintergrund in der Regel über höhere Schul- und Berufsausbildungsabschlüsse. Am geringsten seien die Unterschiede bei der Hochschulreife. So verfügten 37 Prozent der 25- bis 35-Jährigen mit Migrationshintergrund über die Hochschulreife, in der gleichen Alterskohorte ohne Migrationshintergrund seien es 45 Prozent. Gravierende Unterschiede seien hingegen bei den berufsqualifizierenden Bildungsabschlüssen festzustellen. Während 34 Prozent der 25- bis 35-Jährigen mit Migrationshintergrund über keinen Abschluss verfügten, seien es bei denen ohne Migrationshintergrund lediglich zehn Prozent.

Das niedrigste Bildungsniveau unter den Migranten stellt der Bericht bei Menschen türkischer Herkunft fest. Das Bildungsniveau von Zuwanderern aus der Ukraine, den USA, Polen und Rumänien hingegen sei höher als in der Gesamtbevölkerung.

Aus Politik und Zeitgeschichte

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