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Alexander Weinlein
Initiative für den Kinderfilm

KULTUR

Die Koalitionsfraktionen wollen den deutschen Kinderfilm stärken. In ihrem gemeinsamen Antrag (17/12381) fordern CDU/CSU und FDP die Bundesregierung unter anderem auf, eine Quote für Kinderfilme in der Filmförderung und eine Sendequote im öffentlich-rechtlichen Fernsehen zu prüfen. Die beiden Fraktionen sprechen sich zudem für eine Verankerung der Förderungswürdigkeit des Kinderfilms im Filmförderungsgesetz aus. Zudem soll die Regierung bei den zuständigen Bundesländern für eine Selbstverpflichtung der Fernsehsender werben, um den Anteil von Kinderfilmen in den Programmen zu erhöhen.

Union und FDP begründen ihren Antrag mit der hohen Qualität des deutschen Kinderfilms. In den 1950er Jahren hätten Filmschaffende begonnen, bekannte Kinderbücher und Märchen zu verfilmen. Bis heute seien solche Verfilmungen auch an den Kinokassen erfolgreich und im Fernsehen zu sehen. Allerdings würden immer weniger Filme für Kinder nach "zeitgenössischen Stoffen gedreht, die aus der unmittelbaren Lebenswirklichkeit der Kinder stammen". Die Filmförderanstalt habe in den vergangenen drei Jahren 31 Kinderfilme gefördert, von denen jedoch nur vier einen originären Stoff zum Thema gehabt hätten. Ambitionierte Filme nach Originalstoffen seien kaum mehr finanzierbar und fast vollständig verschwunden.

Aus Politik und Zeitgeschichte

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