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LESERPOST

Kurz notiert

Zur Ausgabe 9 vom 25.2.2013, "Wurm im Fisch, Dioxin im Ei, Kot im Käse" auf Seite 1 und "Bolognese auf Europa-Tournee" auf Seite 3:

Vielen Dank für die Auflistung der Lebensmittelskandale in ihrer vergangenen Ausgabe. Gleichzeitig bedaure ich aber, dass in ihrer Berichterstattung nicht zwischen dem aktuellen Skandal und den früheren Nematoden- und Gammelfleisch-Ereignissen differenziert wird. Beides ist schlimm genug, hat aber jeweils grundsätzlich unterschiedliche Auswirkungen. Salopp gesagt: Während der Ehec-Erreger zu Todesfällen führte, ist damit beim Pferdefleisch-Skandal kaum zu rechnen. Schlimm bleibt beides, und auch letzteres ist zu ahnden, am besten mit deutlichen finanziellen Auflagen.

Was mich viel mehr beunruhigt ist der Fleischtourismus, wie ich ihn in der Grafik auf Seite drei eindrucksvoll illustriert finde. Er ist wohl dem Trend zur Größe und Konzentration in der Lebensmittelindustrie geschuldet. Mich würde nun interessieren, welchen Weg zum Beispiel ein Stück Kupfer oder sonstiges Metall nimmt, ehe es hübsch in einem Bauteil eines Autos verborgen in nationale Kundenhand kommt, sei es in Großbritannien, Frankreich, Italien oder den Niederlanden oder sonst wo in Europa und der Welt.

Eberhard Wühle,

Essen

Zur Ausgabe 9 vom 25.2.2013, "Im Galopp zum Aktionsplan" auf Seite 1:

Es ist das gute Recht der Verbraucher zu fordern, dass kein Pferdefleisch in den Fertigprodukten ist, wenn es nicht deklariert ist. Und es ist genauso das gute Recht der Verbraucher zu fordern, dass Bio-Eier auch tatsächlich solche sind.

Als Landwirt wundere ich mich nicht mehr über die erhöhte Schlagzahl von Lebensmittelskandalen. Wenn in Deutschland für Nahrungsmittel gerade noch gut zehn Prozent vom Gesamteinkommen ausgegeben werden und immer nur nach den billigsten Lebensmitteln gegriffen wird, muss doch die Qualität leiden. Für parteipolitischen Schlagabtausch ist das Thema zu wichtig.

Mehr Ernährungskompetenz bei den Verbrauchern wäre hier viel sinnvoller, dafür sollte bereits in den Schulen eine Grundlage gelegt werden.

Informierte und aufgeklärte Verbraucher legen Wert auf Regionalität und nachvollziehbarer Verarbeitung ihrer Lebensmittel.

Artur Auernhammer,

Weißenburg in Bayern

Zur Ausgabe 9 vom 25.2.2013, "Editorial" auf Seite 1:

Die Reallöhne in Deutschland und Österreich sind in den letzten 30 Jahren gesunken. Die "Jagd auf Sonderangebote" ist für viele Menschen noch die einzige Möglichkeit, mit ihrem gesunkenen Einkommen über die Runden zu kommen. Ganz sicher hätten viele Bürger auch gerne ein Schnitzel vom Fleischer um die Ecke in bester Qualität regelmäßig auf dem Teller. Sie können es sich aber ganz einfach nicht mehr leisten.

Anton Schäfer,

Schaan

Zur Ausgabe 9 vom 25.2.2013, "Sachsenmilch aus Bayern" auf Seite 3:

Um zu verstehen, wieso es immer wieder zu solchen Lebensmittelskandalen kommt, muss man nur die Herkunftswege beziehungsweise die Vertriebswege der Nahrungsmittel mit dem Aufbau der Lebensmittelkontrollen vergleichen. Wenn ein fertiges Produkt wie eine Tiefkühllasagne aus Teilen hergestellt wird, die aus ganz Europa kommen, und dann die Lebensmittelkontrollen hierzulande nur auf Länderebene oder sogar Kreisebene organisiert sind, dann können diese ja überhaupt keine Wirkung erzielen. Zudem werden ja nur Proben aus Deutschland untersucht.

Dennis Kaiser,

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