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Bernard Bode/Claudia Heine
Bildung als Schlüssel

ENTWICKLUNG

Die SPD-Fraktion ist mit ihrer Inititative gescheitert, Bildung und Ausbildung als Schwerpunkt der deutschen Entwicklungszusammenarbeit auszubauen. Ein entsprechender Antrag (17/11492, 17/6484) fand vergangene Woche keine Mehrheit im Bundestag. In der Initiative hieß es, vor allem Mädchen, Kinder mit Behinderung und Kinder ethnischer Minderheiten seien beim Bildungszugang benachteiligt. Deshalb müssten sich nationale Bildungsstrategien und die internationale Zusammenarbeit auf diese Gruppen konzentrieren, um chancengleichen Zugang zu Bildungssystemen auf allen Stufen zu etablieren.

Anette Hübinger (CDU) sagte, es sei besorgniserregend, dass 61 Millionen Kinder weltweit keine Grundschule besuchen und von 650 Millionen Kindern im Grundschulalter 120 Millionen Kinder nicht die vierte Klasse erreichen. Eine "riesige Herausforderung" nannte Harald Leibrecht (FDP) diese Zahlen. Bärbel Kofler (SPD) verwies darauf, dass keines dieser Kinder lesen und schreiben könne. "Das muss uns doch sorgen und zu Anstrengungen beflügeln", sagte die Abgeordnete. Niema Movassat (Die Linke) machte darauf aufmerksam, dass derjeneige, der nicht lesen und schreiben kann, eher von Armut betroffen sei. Nicht nur der Zugang zu Bildung, sondern auch die Qualität von Bildung müsse verbessert werden, sagte Ute Koczy (Grüne).

Aus Politik und Zeitgeschichte

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