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Linda Dietze
Die Welt von morgen

WISSENSCHAFT Ausstellung "Ideen 2020" im Bundestag

Politik trifft Wissenschaft: Neue Techniken im Kampf gegen das Altern, bisher unentdeckte Energiequellen oder Innovationen in der Automobilindustrie sind seit vergangenem Mittwoch im Deutschen Bundestag zu bestaunen. "Ideen 2020 - Ein Rundgang durch die Welt von morgen" lautet der Titel der Ausstellung der Helmholtz-Gemeinschaft und weiterer Forschungsinstitutionen, die bis zum 28. März jeweils montags bis donnerstags um 11 und um 14 Uhr sowie freitags um 11 Uhr im Paul-Löbe-Haus nach vorheriger Anmeldung (030-22738883, info-ausstellungen-plh@bundestag.de) besichtigt werden kann.

"Industrie 4.0" steht in großen Buchstaben auf der Stele, welche die Imitation eines Smartphone ist. Darunter: "Guten Morgen. Es gibt Neuigkeiten, neue Aufgaben warten auf ihre Bearbeitung." So könnte der moderne Arbeitsalltag in Zukunft aussehen. In einem Informationscluster des Fraunhofer Institutes wird die Bedeutung der digitalen Produktion für die Leistungssteigerung betont. Direkt daneben tauchen die Besucher in das Leben von älteren und kranken Menschen in der Zukunft. Da bedienen Robotersysteme die Spülmaschine, da führen hirngesteuerte Greifarme die Tasse zum Mund, da gibt es Implantate aus Magnesium, die sich selbst auflösen und weitere Operationen unnötig machen. Mit der Ausstellung habe die Wissenschaft versucht, die Themen von Klima bis Gesundheit, von Technik und Mobilität spielerisch und visuell darzustellen, sagte Jürgen Mlynek, Präsident der Helmholtz-Gemeinschaft.

Investitionen

Noch ist vieles von dem, was in der Ausstellung gezeigt wird, Zukunftsmusik. Diese ist jedoch bereits in der Gegenwart zu vernehmen. "Die Ausstellung hat eine klare Botschaft", sagte Johanna Wanka, Bundesministerin für Bildung und Forschung. "Die Wissenschaft ist entscheidend für die Welt von morgen." Deshalb sei es wichtig, in Wissenschaft und Forschung zu investieren. Im vergangenen Jahr habe der Bund dafür 13 Milliarden Euro ausgegeben - so viel wie noch nie, betonte die Ministerin.

"Die Politik kann sich nicht erlauben, sich von den Erkenntnissen und Fortschritten der Wissenschaft zu isolieren oder gar abzukoppeln", sagte Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) zur Eröffnung der Ausstellung. Und umgekehrt sei die Wissenschaft von den Ressourcen abhängig, die die Politik zur Verfügung stellt.

Aus Politik und Zeitgeschichte

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