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Alexander Heinrich
Überwindung des Hungers

ENTWICKLUNG

SPD und Grüne sind im Ausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung mit ihren Initiativen zur Ernährungssicherheit und Überwindung des Hungers gescheitert. Ihre Anträge (17/12379; 17/13492) wurden vergangene Woche von den Koalitionsfraktionen von Union und FDP abgelehnt.

Die SPD-Fraktion hatte die Bundesregierung unter anderem dazu aufgefordert, den Förderschwerpunkt "Ländliche Entwicklung und Ernährungssicherung" finanziell zu stärken sowie international für das verbindliche Ziel einzutreten, Hunger und extreme Armut bis zum Jahr 2030 zu überwinden. Die Grünen warben dafür, den Anteil für die öffentliche Entwicklungszusammenarbeit bis spätestens 2017 auf 0,7 Prozent des Bruttonationaleinkommens zu steigern und mindestens zehn Prozent dieser Mittel "für die Förderung der ländlichen Entwicklung im Sinne der Ernährungssicherheit" einzusetzen.

Ein Vertreter der Grünen sprach sich für einen ressortübergreifenden Ansatz aus: "Nur in der Gesamtschau lässt sich Hunger wirklich bekämpfen." Ein Vertreter der SPD-Fraktion sagte, dass die Wertschöpfung im ländlichen Raum in Entwicklungsländern insgesamt erhöht werden müsse. Die Koalitionsfraktionen argumentierten, dass die Bundesregierung die ländliche Entwicklung zu einem Querschnittsthema gemacht habe und gerade bei der Ernährungssicherung stark engagiert sei. Aus der Linksfraktion, die sich bei beiden Anträgen enthielt, kam Kritik an der im SPD-Antrag nicht ausdrücklich ausgeschlossenen Privatisierung der Wasserversorgung.

Aus Politik und Zeitgeschichte

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