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Annette Rollmann
Iter nicht direkt finanziert

Forschung

Die Bundesrepublik Deutschland ist nicht unmittelbar an der Finanzierung und am Bau des Kernfusionsreaktors Iter beteiligt, schreibt die Bundesregierung in einer Antwort (17/14764) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen (17/14547). Partner für die gemeinsame Durchführung des Iter-Projekts seien China, Indien, Japan, Korea, die Russische Föderation, die Vereinigten Staaten von Amerika und die Europäische Atomgemeinschaft (Euratom). Iter habe als multinationales wissenschaftliches Forschungsexperiment das Ziel, zu untersuchen, ob Kernfusion eine mögliche zukünftige Energiequelle sein könne. Die europäische Iter-Agentur Fusion for Energy (F4E) gehe, soweit der Bundesregierung bekannt sei, bis zum Ende der Bauzeit von weiteren Kostensteigerungen für Euratom aus. Der zu leistende Anteil läge bei etwa 180 bis 250 Millionen Euro. Die F4E verifiziere und prüfe gegenwärtig Kostenreduzierungsmaßnahmen. Die Grünen hatten unter anderem wissen wollen, ob die Bundesregierung an der Finanzierung und dem Bau des Kernfusionsreaktors Iter festhalten wolle und welche Erkenntnisse die Bundesregierung über weitere Kostenerhöhungen für den Bau von Iter habe.

Aus Politik und Zeitgeschichte

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