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Claudia Heine/Claus Peter Kosfeld
Kiko kümmert sich um Kinder

KINDERKOMMISSION

Im Bundestag hat sich am vergangenen Mittwoch die Kinderkommission (Kiko) konstituiert. Neuer Vorsitzender ist der CDU-Abgeordnete Eckhard Pols. Die Kommission gibt es seit 1988. Sie ist ein Untergremium des Ausschusses für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Der Vorsitzende des Familienausschusses, Paul Lehrieder (CSU), betonte, Ziel des Gremiums sei es, kindgerechte Lebensverhältnisse zu schaffen. Mit der erneuten Einsetzung der Kinderkommission mache der Bundestag deutlich, wie wichtig den Abgeordneten diese Aufgabe sei.

Pols warb für die Einsetzung eines Kinderbeauftragten nach dem Vorbild des Wehrbeauftragten. Dieser sollte sich ausschließlich um die Interessen von Kindern und Jugendlichen kümmern. Er gab zu bedenken: "Was wir uns hier oben ausdenken, muss auch unten ankommen." So müsse bei politischen Entscheidungen Rücksicht auf die Heranwachsenden genommen werden. Die Kiko will Kinderrechte im Grundgesetz verankern. Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD) stellte drei Rechte von Kindern in den Vordergrund: Beteiligung, Förderung und Schutz.

In der Kiko sitzen neben Pols noch die Abgeordneten Susann Rüthrich (SPD), Diana Golze (Die Linke) und Beate Walter-Rosenheimer (Grüne). Alle Entscheidungen der Kiko müssen einstimmig getroffen werden, der Vorsitz wechselt jedes Jahr.

Aus Politik und Zeitgeschichte

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