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Werben für die Impf-Allianz

Deutschland will bis zum Jahre 2020 insgesamt 500 Millionen Euro für die „Globale Allianz für Impfstoffe und Immunisierung“ (GAVI) bereitstellen. Wie der Parlamentarische Staatssekretär im Entwicklungsministerium, Thomas Silberhorn (CSU), vergangene Woche im Ausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit berichtete, hätten drei weitere Staaten umfangreiche Zusagen gegeben: Großbritannien wolle rund 1,25 Milliarden Euro bereitstellen, Kanada rund 350 Millionen Euro und Norwegen rund 170 Millionen Euro. Die Bundesregierung werbe um weitere Zusagen bei verschiedenen Partnern, darunter Italien, Frankreich und die Niederlande sowie China und eine Reihe arabischer Staaten.

Deutschland wird im Rahmen der G7-Präsidentschaft 2015 Ende Januar Gastgeber der GAVI-Wiederauffüllungskonferenz in Berlin sein. Die Impfallianz will nach eigener Darstellung 300 Millionen Kinder zwischen 2016 und 2020 impfen und benötigt dafür rund 7,5 Milliarden US-Dollar. GAVI erreicht mit Abnahmegarantien erhebliche Preisnachlässe bei Impfstoffherstellern.

Vertreter der Opposition thematisierten die medizinische Versorgung in Entwicklungsländern. Die Ebola-Krise habe gezeigt, dass der Aufbau von Gesundheitssystemen „fundamental“ sei, sagte ein Vertreter der Grünen. Die Linksfraktion bemängelte, dass Hilfsorganisationen wie „Ärzte ohne Grenzen“ nicht von den durch GAVI bewirkten Preisnachlässen profitieren würden. Vertreter der Koalitionsfraktionen thematisierten unter anderem die vernachlässigte Krankheiten sowie die Frage, ob GAVI eine „Task Force“ bei Seuchenfällen wie Ebola aufbauen solle.

Aus Politik und Zeitgeschichte

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