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Hilfen für den Jemen

Die Bundesregierung wird ihre für den Herbst geplante Zusage für den Jemen im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit in Höhe von 26 Millionen Euro vorziehen. Die Mittel seien für das UN-Welternährungsprogamm vorgesehen, sagte der Staatssekretär im Entwicklungsministeriums, Thomas Silberhorn (CSU), vergangene Woche im Ausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Sein Haus bemühe sich darum, die laufenden Vorhaben im Jemen fortzuführen, die auf den Zugang zu Strom, Wasser und medizinischen Einrichtungen zielen. Zusätzlich würden sechs Millionen Euro für humanitäre Hilfen zur Verfügung gestellt, wie ein Sprecher des Auswärtigen Amtes mitteilte.

In dem Land im Süden der arabischen Halbinsel schwelt seit Jahren ein Konflikt zwischen schiitischen Huthi-Rebellen, Zentralregierung und sunnitischen Kräften, der mit der Übernahme der Macht durch die Huthi im Februar dieses Jahres einen vorläufigen Höhepunkt fand. Eine von Saudi-Arabien geführte Koalition bombardierte daraufhin – nach eigenen Angaben – Stellungen der Huthi-Rebellen. Luftangriffe und die saudi-arabische Seeblockade haben den Jemen vollends in eine humanitäre Katastrophe gestürzt, Hilfsorganisationen berichten von Mangel an Strom, Wasser und Benzin. Saudi-Arabien hatte vergangene Woche angekündigt, die Luftschläge einzustellen, jedoch weitere Angriffe geflogen. Der Sprecher des Auswärtigen Amtes wertete den Konflikt auch als Ausdruck eines schiitisch-sunnitischen Antagonismus im Ringen um die Vorherrschaft in der Region.

Aus Politik und Zeitgeschichte

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