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Bernd Haunfelder
Heinrich Windelen tot

Im Alter von 93 Jahren ist der frühere Bundesminister und Bundestagsvizepräsident Heinrich Windelen am 16. Februar gestorben. Der gebürtige Niederschlesier, der sich nach 1945 nach seiner Vertreibung in Warendorf (Nordrhein-Westfalen) niederließ, blickte auf eine lange politische Karriere zurück. 1946 trat er der CDU bei. Er war 18 Jahre Ratsherr, amtierte von 1953 bis 1971 und von 1977 bis 1987 als Kreis- und von 1970 bis 1977 als CDU-Landesvorsitzender von Westfalen-Lippe. Von 1969 bis 1987 gehörte er dem Bundesvorstand an. 1957 wurde Windelen, stets Direktkandidat des Wahlkreises Warendorf, in den Bundestag gewählt. 1990 verließ der Bundestagsvizepräsident von 1981 bis 1983 das Parlament. Windelen, von 1969 bis 1980 stellvertretender Vorsitzender seiner Fraktion, saß von 1977 bis 1981 dem Haushaltsausschuss vor. 1969 berief ihn Bundeskanzler Kurt-Georg Kiesinger (CDU) zum Bundesminister für Vertriebene, Flüchtlinge und Kriegsgeschädigte. Von 1983 bis 1987 war er Bundesminister für innerdeutsche Beziehungen im Kabinett Kohl. Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) würdigte Windelen vergangenen Donnerstag als „parlamentarische Instanz“.

Aus Politik und Zeitgeschichte

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