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Jonathan Josten
Richard von Weizsäcker

1920
Am 15. April wird Richard von Weizsäcker als viertes Kind des Diplomaten Ernst von Weizsäcker und seiner Ehefrau Marianne von Weizsäcker in Stuttgart geboren.

1939-1945
Soldat im Zweiten Weltkrieg. Beim Einmarsch in Polen im September 1939 stirbt sein Bruder nur wenige hundert Meter neben ihm. Später hat Weizsäcker Kontakt zu den Verschwörern des 20. Juli.

1945-1950
Studium der Rechtswissenschaften und Geschichte in Göttingen. 1948/49 verteidigt er als Hilfsverteidiger seinen Vater, den Außen-Staatssekretär Ernst von Weizsäcker, im Wilhelmstraßen-Prozess.

1953
Heirat mit Marianne von Kretschmann. Aus der Ehe gehen vier Kinder hervor. Weizsäcker beginnt seine berufliche Tätigkeit bei der Mannesmann AG.

1962-1970
Mitglied des Präsidiums und ab 1964 Präsident des Deutschen Evangelischen Kirchentages.

1966
Richard von Weizsäcker, der seit 1954 CDU-Mitglied ist, rückt in den Parteivorstand auf und bleibt dort bis zur Wahl als Bundespräsident 1984.

1969-1981
CDU-Abgeordneter im Deutschen Bundestag.

1974
Weizsäcker verliert gegen Walter Scheel (FDP) in der Bundesversammlung die Wahl für das Amt des Bundespräsidenten.

1979-1981
Vizepräsident des Deutschen Bundestags.

1981-1984
Regierender Bürgermeister von Berlin.

1984-1994
Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland. Er möchte „Präsident aller Bürger“ sein.

1985
In seiner Bundestags-Rede am 8. Mai zum 40. Jahrestag der deutschen Kapitulation im Zweiten Weltkrieg spricht Weizsäcker vom „Tag der Befreiung“.

1990
Seinen Staatsbesuch in Polen bezeichnet er als die wichtigste Reise seiner Amtszeit.

2015
Richard von Weizsäcker stirbt am 31. Januar im Alter von 94 Jahren in Berlin.

Aus Politik und Zeitgeschichte

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