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tOURISMUS
Annette Sach
Kultur als Zugpferd

Ob die Klosteranlage Maulbronn, der Fürst-Pückler-Park in Bad Muskau oder das Bauhaus in Dessau – Deutschland verfügt über eine große Zahl von Kulturschätzen. 39 Stätten stehen allein auf der „UNESCO-Liste des Kultur- und Naturerbes in der Welt“. Um die wirtschaftlichen Potenziale des Kulturtourismus vor allem in ländlichen Regionen zu stärken, sollen Akteure aus den Bereichen Kultur und Tourismus in Zukunft besser zusammenarbeiten. In einem Antrag der Koalitionsfraktionen (18/3914), der am vergangenen Freitag im Plenum debattiert wurde, sprechen sich CDU/CSU und SPD daher für die Einrichtung einer „Initiative Kulturtourismus in den Regionen“ aus. Gabriele Hiller-Ohm (SPD) wies darauf hin, dass Deutschland als Kulturreiseziel die „Nummer eins vor Frankreich und Italien ist.“ Barbara Lanzinger (CSU) erklärte: „Der Tourismus ist ein Zugpferde für die Wirtschaft in Deutschland.“

Auch die Opposition begrüßte den Antrag weitgehend, forderte aber wie Kerstin Kassner (Linke) eine bessere Bezahlung für Mitarbeiter im Tourismusbereich und eine bessere Ausstattung der Kommunen. Markus Tressel (Grüne) kritisierte den Antrag als insgesamt zu „schwammig“ und wies auf die schlechte Anbindung ländlicher Räume und fehlende Übernachtungskapazitäten hin.

Die Tourismusbeauftragte der Bundesregierung, die Parlamentarische Staatssekretärin im Wirtschaftsministerium Iris Gleicke (SPD) warnte: „Alle Konzepte nutzen nichts, wenn Deutschland nicht als weltoffenes Land wahrgenommen wird.“

Aus Politik und Zeitgeschichte

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