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Helmut Stoltenberg
Ausgewählte Öko-Siegel

EU-Bio-Logo

Seit 2012 ist das EU-Bio-Logo (siehe auch Beitrag links) für alle vorverpackten Lebensmittel verbindlich, die in der Europäischen Union hergestellt werden und die Vorgaben der EU-Öko-Verordnung erfüllen. Danach sind maximal 0,9 Prozent gentechnisch veränderte Zutaten zulässig. Freiwillig gekennzeichnet werden können nicht vorverpackte Biolebensmittel, die in der EU erzeugt oder aus Drittländern eingeführt wurden.

Deutsches Bio-Siegel

Seit der Einführung des staatlichen Bio-Siegels in Deutschland im Jahr 2001 haben rund 5.000 Nutzer des Zeichens die Kennzeichnung von mehr als 77.000 Produkten angezeigt. Die Vergabe des Siegels richtet sich nach den EU-Vorschriften für den Öko-Landbau. Danach müssen Zutaten landwirtschaftlichen Ursprungs zu mindestens 95 Prozent aus ökologischem Landbau stammen.

Naturland

In 46 Ländern produzieren dem 1982 gegründeten Verband zufolge derzeit 43.000 Erzeuger nach dessen Richtlinien, die über die EU-Öko-Verordnung hinausgehen und auch Bereiche abdecken, die dort nicht geregelt sind wie etwa die ökologische Waldnutzung. Auch ist unter anderem die Zahl der gehaltenen Tiere pro Hektar Land stärker begrenzt als in der EU-Verordnung.

Bioland

Bioland ist nach eigenen Angaben der führende Verband für ökologischen Landbau in Deutschland, nach dessen Richtlinien mehr als 6.800 Landwirte, Gärtner, Imker und Winzer wirtschaften. Dabei wird etwa der Einsatz von chemisch-synthetischen Düngern und Pestiziden ebenso abgelehnt wie der von Gentechnik und Massentierhaltung. Auch die Richtlinien sind schärfer als die gesetzlichen Vorgaben, etwa bei der Zahl erlaubter Lebensmittel-Zusatzstoffe.

Demeter

Als ältester Bioverband in Deutschland sieht sich Demeter als "Öko-Pionier", dessen Landwirte seit 1924 ihre Felder biodynamisch bewirtschaften. Mittlerweile arbeiten nach Verbandsangaben rund 1.500 Bauern nach den Demeter-Richtlinien, die als besonders streng gelten. Danach müssen beispielsweise zwei Drittel des gesamten Futters den Demeter-Anforderungen entsprechen (bei Wiederkäuern 80 Prozent) und mindestens die Hälfte des Futters vom eigenen Hof oder einer Betriebskooperation stammen.

Aus Politik und Zeitgeschichte

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