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Kristina Pezzei
Manager und ihr Preis

Anträge zum Umgang mit hohen Löhnen

Der Bundestag hat sich in der vergangenen Woche auf Basis mehrerer Anträge mit der Frage nach Eingriffen bei Managergehältern beschäftigt. So fordert die Fraktion Die Linke, Managergehälter gesetzlich zu beschränken. Die Gesamtbezüge eines Vorstandsmitglieds dürften nicht mehr als das Zwanzigfache eines sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in der untersten Lohn- und Gehaltsgruppe des jeweiligen Unternehmens betragen, schreiben die Abgeordneten in ihrem Antrag (19/7979).

Die AfD-Fraktion möchte, dass Manager bei schweren Pflichtverletzungen stärker persönlich haften. In ihrem "Entwurf eines Gesetzes zur Änderung des Aktiengesetzes - Persönliche Vorstandshaftung mit Managergehältern bei pflichtwidrigem Fehlverhalten" (19/8233) fordern die Abgeordneten, dass Aktionäre im Erfolgsfall einer Haftungsklage an den Einnahmen beteiligt werden. Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen wiederum möchte, dass sich Gehälter stärker am langfristigen Erfolg des Unternehmens orientieren. Die Mitfinanzierung von überhöhten Gehältern durch Bürger müsse begrenzt werden, erklärten die Abgeordneten (19/8282). Hingegen fordert die FDP-Fraktion in ihrem Antrag (19/8269), die Gesamtbezüge und Abfindungen von Vorstandsmitgliedern nicht gesetzlich zu begrenzen. Dafür sollten die Rechte der Anteilseigener gegenüber den Vorständen gestärkt werden. Der Bundestag überwies die Anträge zur weiteren Beratung an den Rechtsausschuss.

Aus Politik und Zeitgeschichte

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