Inhalt

Sport
Götz Hausding
Anerkennung der Soldaten

»Invictus Games« sollen in Deutschland stattfinden

Der Bundestag steht mit breiter Mehrheit hinter der Ankündigung der Bundesregierung, die "Invictus Games", eine paralympische Sportveranstaltung für kriegsversehrte Soldaten, nach Deutschland holen zu wollen. Einem dies unterstützenden Antrag der Koalition (19/8262) stimmte vergangenen Freitag lediglich die Linksfraktion nicht zu. Andre Hahn (Die Linke) begründete dies damit, dass in Frage zu stellen sei, ob es tatsächlich um die versehrten Menschen gehe "oder nicht doch eher um die Nutzung des Sports und der Sportler zur Rechtfertigung von Kriegen als Mittel der Politik".

Verteidigungs-Staatssekretär Peter Tauber (CDU) befand hingegen, die Spiele nach Deutschland zu holen, sei ein starkes Signal für die Anerkennung und Wertschätzung der Soldaten.

Die letzten "Invictus Games" fanden 2018 im australischen Sydney statt. An den Wettkämpfen nahmen rund 500 versehrte Soldatinnen und Soldaten aus 18 Staaten - unter anderem Afghanistan, Irak, USA, Großbritannien und Deutschland - teil. Bei den Wettkämpfen geht es nicht nur um sportliche Höchstleistungen in den zwölf Disziplinen, sondern um eine stärkere Anerkennung, wechselseitige Wertschätzung sowie um das soziale Miteinander. Die nächsten "Invictus Games" sollen 2020 im niederländischen Den Haag stattfinden. Deutschland könnte die Gastgeberrolle im Jahr 2022 übernehmen. Als Ausrichterstadt ist Düsseldorf im Gespräch.

Aus Politik und Zeitgeschichte

© 2020 Deutscher Bundestag