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Johanna Metz
Akute Gefahren

Afrika leidet massiv unter dem Klimawandel

Der Klimawandel wirkt sich laut dem Unicef-Regionaldirektor für das östliche und südliche Afrika, Mohamed Fall, immer mehr auf das Leben der Menschen vor Ort aus. So seien wiederholte Dürren und daraus resultierende Ernteausfälle und Mangelernährung eine der Hauptursachen für die inzwischen 11,5 Millionen Flüchtlinge in der Region, sagte Fall vergangene Woche im Ausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Wichtig sei es angesichts dessen, nicht allein auf akute Krisen zu reagieren, sondern schon im Vorfeld die Widerstandskraft ("Resilienz") der Bevölkerungen gegenüber dem Klimawandel zu stärken, etwa um künftige Dürreperiode ohne Hungersnot überstehen zu können.

Als zentrale Maßnahmen nannte Fall unter anderem Bildung und den Ausbau kritischer Infrastruktur, wie die Verbesserung der Wasserversorgung. Um die Wirksamkeit der bi- und multilateralen Hilfen zu erhöhen, müssten die Geberländer außerdem eng mit den Regierungen vor Ort kooperieren. Diese müssten auch befähigt werden, eigene Ressourcen einzubringen, um optimale Effekte zu erzielen.

Mit Blick auf die derzeit in Ostafrika herrschende Heuschreckenplage, die nach Angaben der Vereinten Nationen die Nahrungsmittelversorgung von bis zu 13 Millionen Menschen bedroht, betonte die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), Maria Flachsbarth (CSU), die Bundesregierung habe Somalia zusätzlich 70 Millionen Euro Übergangshilfe zur Verfügung gestellt. Damit würden 1,4 Millionen Menschen unterstützt.

Aus Politik und Zeitgeschichte

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