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Berufliche Bildung
Lisa Brüßler
Digitalisierung der Ausbildung

Mit der Digitalisierung der Ausbildung im Handwerk und der Industrie hat sich die Enquete-Kommission "Berufliche Bildung in der digitalen Arbeitswelt" vergangene Woche in einem Fachgespräch befasst. Dazu hatte die Kommission den kaufmännischen Leiter und Prokuristen der Firma Frisch & Faust Tiefbau in Berlin, Dieter Mießen, eingeladen. Die These, dass es durch die Digitalisierung zukünftig weniger Auszubildende in der Baubranche geben werde, könne er nicht bestätigen, sagte er.

Das mittelständische Tiefbau-Unternehmen beschäftigt 40 Auszubildende in acht Berufen. Damit sei es eine Besonderheit in der Ausbildungslandschaft der Branche. Man habe bereits vor über zehn Jahren ein Unterstützungs-Netzwerk aufgebaut, um sich bei der Auszubildenden-Suche möglichst breit aufzustellen, berichtete Mießen. Seit einigen Jahren werden auch weibliche Auszubildende eingestellt und gezielt junge Geflüchtete und Jugendliche mit Migrationshintergrund angesprochen. Dazu gebe es im Unternehmen spezielle Unterstützung, etwa durch Sprach- und Lern-Apps.

Auf www.zukunftsdialog-ausbildung.de startete vergangene Woche auch die Dialogplattform "Ausbildung für die digitale Zukunft". Dort können junge Menschen noch bis zum 3. April 2020 Fragen stellen und Meinungen austauschen, die die Enquete-Kommission bei der Erarbeitung von konkreten Handlungsempfehlungen für ihren Bericht unterstützen sollen.

Aus Politik und Zeitgeschichte

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