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Johanna Metz
Stele erinnert an Soldaten

114 Angehörige der Bundeswehr sind seit 1993 bei internationalen Einsätzen umgekommen. An sie erinnert nun dauerhaft ein elektronisches Gedenkbuch vor dem Sitzungssaal des Verteidigungsausschusses im Paul-Löbe-Haus. Eingeweiht wurde es vergangene Woche von Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble, Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (beide CDU), dem Vorsitzenden des Verteidigungsausschusses, Wolfgang Hellmich (SPD) sowie dem Generalinspekteur der Bundeswehr, General Eberhard Zorn.

"Lange haben wir auch hier, im Parlament, um das angemessene Gedenken an die Toten und Gefallenen bei Auslandseinsätzen gerungen", sagte Schäuble. "Sie zu ehren, ihnen Achtung zu bezeugen, gehört untrennbar zu der besonderen Verantwortung des Bundestages für die sogenannte 'Parlamentsarmee' - jenseits aller politischen Kontroversen um die einzelnen Mandate."

Gestaltet ist das Gedenkbuch als schwarzer Block aus Eisenwänden, dem ein bedienbarer Monitor schräg aufgelegt ist. Die Angaben beinhalten jeweils Namen, Geburts- und Sterbedatum sowie den Namen des Einsatzes.

"Wir erinnern an sie, mit Respekt und Anerkennung", sagte Schäuble. "Ihr Tod mahnt uns Abgeordnete: Unsere Entscheidungen können Menschen das Leben kosten."

Aus Politik und Zeitgeschichte

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