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Tourismus
Elena Müller
Kaum ein schöner Land

Deutschland als Reiseziel wieder beliebter

Dass wieder mehr Menschen Deutschland bereisen - zur Not auch virtuell -, ist das Ziel der Deutschen Zentrale für Tourismus (DZT). Nachdem man noch im Jahr 2019 das zehnte Mal in Folge Rekorde bei den Besucherzahlen verzeichnet habe, habe die Pandemie für massive Einbußen im Bereich Tourismus geführt, berichtete Petra Hedorfer, Vorstandsvorsitzende der DZT, im Ausschuss für Tourismus am Mittwoch.

Nach den Lockdowns der vergangenen Jahre ist nun laut Hedorfer jedoch wieder eine steigende Reiselust nach Deutschland bei ausländischen Reisenden zu verzeichnen.

Um Deutschland als Ziel noch attraktiver zu machen setze die DZT einerseits auf die Stärke des Landes im Kultur- und Städtetourismus, andererseits aber auch auf den Ausbau des Bereichs Natur und Erholung, speziell bei den Angeboten des Wander-, Rad- und Wellnessurlaubs, erläuterte die Tourismusexpertin. Unabhängig der Zielgruppe müsse jedoch die digitale Infrastruktur im Tourismus weitaus stärker ausgebaut werden, das habe die Pandemie beispielsweise mit ihrer Nachfrage nach virtuellen Rundgängen, beispielsweise durch Museen, gezeigt.

Auch wenn sich der Städtetourismus etwas stabiler halte, so sehe man dennoch auch Potenzial im ländlichen Raum. Hedorfer sagte, dass sich, neben den traditionellen Quellmärkten Niederlande, Österreich und Schweiz unter anderem auch Polen als starker Markt etabliert habe. Es müsse jedoch der Spagat gelingen zwischen der Förderung von Städtereisen einerseits und des Natururlaubs andererseits, so Hedorfer. Deutschland stehe in beiden Bereichen für hohe Qualität und sei insbesondere beim Thema Lebensqualität unter den führenden Ländern.

Aus Politik und Zeitgeschichte

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