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Kurz rezensiert
Alexander Weinlein
Angelesen

Über das brutale Vorgehen des iranischen Staates gegen die Demonstrierenden in den Straßen von Teheran, die auf demokratische Wahlen dringen, sollte niemand verwundert sein. Die Lektüre des "Amnesty International Report 2009" lässt keinen Zweifel daran, wessen Geistes Kind dieses Regime ist: Gegen Menschenrechtler, Frauenrechtlerinnen oder Befürworter von Minderheitenrechten gehen die iranischen Behörden stets mit äußerster Härte vor. Häftlinge werden nach Angaben von Amnesty geprügelt und gefoltert - selbst Amputationsstrafen werden verhängt. 346 Menschen, unter ihnen acht Jugendliche, wurden 2008 hingerichtet. Die Rechte auf Meinungs-, Vereinigungs- und Versammlungsfreiheit sind strikten Einschränkungen unterworfen.

In 157 Länder hat Amnesty International die Menschenrechtssituation unter die Lupe genommen - unabhängig davon, ob es sich um Diktaturen oder Demokratien handelt. Der jährliche Report über die weltweiten Menschrechtsverletzungen ist unverzichtbar - auch wenn man gerne auf ihn verzichten würde.

Amnesty International Report 2009. Zur weltweiten Lage der Menschenrechte.

S. Fischer Verlag, Frankfurt/M. 2009; 542 S., 14,95 €

Aus Politik und Zeitgeschichte

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