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Kurz rezensiert
Alexander Weinlein
Angelesen

"Wie die Frösche um einen Teich", so spottete der Athener Philosoph Sokrates im 5. Jahrhundert vor Christus, saßen die Griechen rund ums Mittelmeer. In der Tat hatten griechischen Auswanderer seit Mitte des 8. Jahrhunderts vor Christus in Schaaren der alten Heimat den Rücken gekehrt und im gesamten Mittelmeerraum, vor allem in Italien und Sizilien und Kleinasien, und rund um das Schwarze Meer neue Siedlungen gegründet, die sich teilweise zu blühenden und mächtigen Metropolen entwickelten.Bis zu 200 dieser autonomen Kolonien wurden gezählt. Sie trugen maßgeblich zur Verbreitung der griechischen Kultur bei.

Für Christian Meier, einer der bekanntesten deutschen Historiker, der in diesem Jahr seinen 80. Geburtstag feierte, war der Gedanke der Freiheit die bestimmende Größe dieser Kultur. Dies zeigt er in seinem fachlich wie sprachlich höchst anspruchsvollen Werk "Kultur, um der Freiheit willen" in allen Bereichen der griechischen Antike: in Kunst und Literatur, in Philosophie und politischem Denken, in Sport, Religion und Krieg. Meier führt seine Leser zu den Anfängen und Wurzeln Europas.

Christian Meier:

Kultur, um der Freiheit willen. Griechische Anfänge - Anfang Europas?

Siedler Verlag, München 2009; 368 S., 22,95 €

Aus Politik und Zeitgeschichte

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