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Kurz rezensiert
Aleander Weinlein
Angelesen

Mit der Sicherheitspolitik, so meint Johannes Varwick, verhalte es sich wie mit dem Rentensystem und der Kanalisation: "nicht gerade unterhaltsam, aber sehr wichtig". Da mag man den renommierten Politologen gerne Recht geben. Doch leider schafft es der von ihm herausgegebene Band nur sehr bedingt, das Thema einmal griffig an den Leser zu bringen. Die Beiträge zu den aktuellen sicherheitspolitischen Herausforderungen, zu Statebuilding, zur Nato und zur EU als kooperierenden beziehungsweise konkurrierenden Akteuren auf der Weltbühne sind stellenweise so abstrakt und theoretisch gehalten, dass zumindest für den Laien das Thema auch weiterhin "nicht unterhaltsam" bleiben wird. Zumindest die Texte zu den Auslandseinsätzen der Bundeswehr und zum völkerrechtlichen Gewaltverbot schaffen es, dem Anspruch einer Einführung gerecht zu werden. Sie verzichten auf ein Übermaß an Fachvokabular und orientieren sich an konkreten Beispielen.

Insgesamt bietet der schmale Band aber einen fundierten Überblick über die aktuellen Probleme und Diskussionen.

Johannes Varwick (Hg.):

Sicherheitspolitik. Eine Einführung.

Wochenschau Verlag, Schwalbach 2009; 155 S., 9,90 €

Aus Politik und Zeitgeschichte

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