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Bernard Bode
Rückwind fürs Ehrenamt

FAMILIE

23 Millionen Bürgerinnen und Bürger engagieren sich in Deutschland freiwillig und unentgeltlich für das Gemeinwohl. Sie tragen mit ihrem Engagement, beispielsweise in Sportvereinen und Kulturinitiativen, in karitativen und kirchlichen Einrichtungen, bei der Feuerwehr und den Rettungsdiensten, zur Bereicherung des sozialen und gesellschaftlichen Lebens und zum Zusammenhalt der Gesellschaft in erheblichen Maße bei. Sie sind dabei jedoch auf gesellschaftliche Anerkennung, unterstützende Strukturen und geeignete rechtliche und finanzielle Rahmenbedingungen angewiesen. Hierfür wird sich der Unterausschuss "Bürgerschaftliches Engagement" des Familienausschusses einsetzen. 13 Abgeordenete aus allen Fraktionen gehören ihm an. Er hat am 3. März seine Arbeit aufgenommen.

Zur Konstituierung des Unterausschusses erklärte dessen Vorsitzender Markus Grübel (CDU): "Seit der Einsetzung der Enquete-Kommission ,Zukunft des Bürgerschaftlichen Engagements' vor zehn Jahren ist bei der Verbesserung der rechtlichen Rahmenbedingungen für bürgerschaftliches Engagement einiges erreicht worden, so etwa in der letzten Legislaturperiode die Reform des Spenden- und des Gemeinnützigkeitsrechts."

Es bleibe jedoch weiterhin manches zu tun, um zu noch "engagementfreundlicheren Rahmenbedingungen" zu gelangen, beispielsweise im Bereich des Zuwendungsrechts und der nachhaltigen Infrastrukturförderung. Außerdem gelte es, bürokratische Hürden abzubauen und bestehende Haftungsrisiken zu überprüfen. Nicht zuletzt müsse man für die vielfältigen Formen von Bürgerengagement in unserem Land adäquate Formen der Wertschätzung und Anerkennung entwickeln, so formulierte es Grübel.

Aus Politik und Zeitgeschichte

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