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Kurz rezensiert
Alexander Weinlein
Angelesen

Zwei alte Herren sitzen beisammen und lassen gut 100 Jahre Revue passieren: Sie reden über ihre persönlichen Erfahrungen, das große Weltgeschehen und kleine Anekdoten, kluge Politiker sowie verbrecherische Regime - und auch über altersbedingte Gesundheitsprobleme. Der eine führte als Kanzler selbst eine Nation durch manche Krise, der andere beobachtete und kommentierte das Geschehen als Historiker.

Im Sommer 2009 trafen sich Helmut Schmidt, Jahrgang 1918, und Fritz Stern, Jahrgang 1926, und diskutierten drei Tage lang über das bewegte 20. Jahrhundert und die aktuellen Probleme des neuen Jahrtausends. Aus der Gesprächsaufzeichnung ist ein lesenswertes, weil scharfsinniges Buch mit manch ironischem Unterton entstanden. Und Schmidt und Stern beweisen, wie auch hart in der Sache aber seriös über abweichende politische Meinungen gestritten werden kann. Eines ist den beiden alten weisen Herren jedoch ein gemeinsames Anliegen - für mehr Geschichtsbewusstsein bei der jungen Generation zu werben.

Helmut Schmidt, Fritz Stern:

Unser Jahrhundert. Ein Gespräch.

Verlag C.H. Beck, München 2010; 287 S., 21,95 €

Aus Politik und Zeitgeschichte

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