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Aus Plenum und Ausschüsse
Götz Hausding
»Klimaneutrale« Frauen-WM

SPORT

Steffi Jones hat in ihrer Karriere viele Höhepunkte erlebt: Die langjährige Fußball-Nationalspielerin war Weltmeisterin, dreimal Europameisterin und hat zwei olympische Bronzemedaillen errungen. Seit 2008 ist sie Präsidentin des Organisationskomitees (OK) der Frauenfußball-Weltmeisterschaft in Deutschland 2011 und hat den nächsten großen Wurf geplant. "Wir wollen diese Frauen-WM zu einem Highlight werden lassen", sagte sie am 24. März vor dem Sportausschuss des Bundestages.

Die Vorbereitung seien auf gutem Weg, was sich auch darin zeige, dass zu den sechs Sponsoren des Weltfußballverbandes FIFA sechs "eigene Partner" hinzugewonnen werden konnten. Jeder von ihnen bringe 4 Millionen Euro mit ein, ergänzte Ulrich Wolter, OK-Gesamtkoordinator. So würden etwa 45 Prozent des Budgets refinanziert.

Der Rest solle über den Kartenverkauf aufgebracht werden. Das sogenannte Ticketing sei nicht nur aus Budget-Gründen, sondern auch im Interesse des Erfolges der ganzen Veranstaltung das "wichtigste Thema", betonte Wolter. Der Kartenverkauf habe im August 2009 mit sogenannten Städteserien angefangen. Derzeit habe man 220.000 von 700.000 im freien Verkauf erhältlichen Karten abgesetzt. Ziel sei es, die Stadien zu 80 Prozent zu füllen. Mit dem Verkauf der Einzeltickets werde nach der Gruppenauslosung am 29. November 2010 begonnen. Große Bedeutung messe man auch dem Konzept der "klimaneutralen WM" bei, sagte Wolter. Nicht vermeidbare Emissionen sollten durch Klimaschutzprojekte an anderer Stelle neutralisiert werden. Damit werde das Konzept "Green Goal", das bei der Männer-WM 2006 erfolgreich umgesetzt wurde, erneut aufgegriffen. Jones machte deutlich, dass durch die WM der Frauenfußball weltweit "nach vorne gebracht werden soll". Zugleich warnte sie davor, die Männer-WM 2006 mit dem anstehenden Turnier zu vergleichen: "Die Frauen-WM muss ihre eigene Geschichte schreiben."

Aus Politik und Zeitgeschichte

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