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Hans-Jürgen Leersch
Fraktionen für Schutz der Wale

UMWELT

Die Bundesregierung soll am Walfangverbot festhalten und alle Vorschläge ablehnen, die zur Wiederaufnahme des kommerziellen Walfangs führen. Außerdem soll sich die Regierung für einen konsequenten Walschutz in der EU und in der Internationalen Walfang-Kommission (IWC) einsetzen. Dies fordern die vier Fraktionen CDU/CSU, SPD, FDP und Bündnis 90/Die Grünen in einem gemeinsamen Antrag (17/1982), dem der Bundestag am vergangenen Donnerstag zustimmte.

Die Bundesregierung soll dafür sorgen, dass der Walfang auf gefährdete Arten schnellstmöglich beendet wird. Außerdem fordern die Fraktionen, den Missbrauch des "wissenschaftlichen" Walfangs zu beenden und den Walfang im Antarktischen Ozean zu beenden.

In dem Antrag wird der Verlust der biologischen Vielfalt neben dem Klimawandel als "größte globale umweltpolitische Herausforderung unserer Zeit" bezeichnet. Noch immer gehe die biologische Vielfalt und damit der "Reichtum unserer Erde" zurück. Dem Artenschutz der Wale komme eine große Bedeutung zu, denn die Tiere spielten im maritimen Ökosystem und Nahrungsnetz eine wichtige Rolle. Trotz eines Moratoriums der Walfangkommission würden Norwegen, Island und Japan weiterhin Walfang zu kommerziellen beziehungsweise "wissenschaftlichen" Zwecken betreiben, kritisieren die Fraktionen.

Aus Politik und Zeitgeschichte

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