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Monika Pilath
Auf konstantem Niveau

Tourismus

Für den Tourismus steht im Bundeshaushalt 2011 genauso viel Geld zur Verfügung wie im laufenden Jahr. Im Etat des Bundeswirtschaftsministeriums, der am vergangenen Donnerstag in erster Lesung im Bundestag beraten wurde, sind somit insgesamt 28,83 Millionen Euro für die direkte Tourismusförderung veranschlagt.

Mit 27,21 Millionen Euro fließt der Löwenanteil des Etats als Zuwendung an die Deutsche Zentrale für Tourismus (DZT) in Frankfurt am Main. Dies sind 860.000 Euro mehr als im Jahr 2010. Die DZT wirbt im Auftrag der Bundesregierung für das Reiseland Deutschland über ein Netz von Auslandsvertretungen. Es werden im Ausland touristische Informationen verbreitet, Marktforschung betrieben und die Absatzförderung für den deutschen Tourismus zu koordinieren. Seit dem Jahr 1999 ist die DZT zudem für das überregionale Inlandsmarketing zuständig. Hierfür stellen die Länder jeweils 1,79 Millionen Euro zur Verfügung. Bundesmittel dürfen jedoch ausschließlich zur Finanzierung des Auslandsmarketings verwendet werden.

Der Bund beteiligt sich zudem mit 1,62 Millionen Euro an der Förderung der Steigerung der Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Tourismuswirtschaft. Dieselbe Summe stand auch im Jahr 2010 zur Verfügung. Diese Haushaltsmittel werden schwerpunktmäßig für die Förderung von Fortbildungsprojekten eingesetzt.

Das weitere Arbeitsprogramm des Bundeswirtschaftsministeriums für diese Wahlperiode sieht vor, den Tourismusstandort Deutschland zu stärken. Gesetzt werden soll insbesondere auf die weitere Qualitätssteigerung. Dabei bilden beispielsweise die bessere Vernetzung von Kultur und Tourismus und die Profilierung des Gesundheitstourismus Schwerpunkte.

Indirekt profitiert der Tourismus ferner von Investitionen in anderen Ressorts. So wurde etwa in der Debatte zum Kanzleretat am vergangenen Mittwoch von mehreren Rednern auf die Bedeutung eines jährlichen Zuschusses von fünf Millionen Euro ab 2011 zur Vorbereitung des anstehenden Reformationsjubiläums hingewiesen.

Aus Politik und Zeitgeschichte

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