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Johanna Metz
Gegen Recht auf Abtreibung

EUROPARAT

Der Europarat hat sich nach kontroverser Debatte gegen ein allgemeines Recht auf Abtreibung, künstliche Befruchtung und Sterbehilfe ausgesprochen. "Kein Arzt oder Krankenhaus, die eine Abtreibung oder Sterbehilfe ablehnen, sollen dafür zur Verantwortung gezogen werden", hieß es in einer Entschließung, die die parlamentarische Versammlung am vergangenen Donnerstag in Straßburg verabschiedete. Stattdessen haben die Abgeordneten aus den 47 Europaratsländern das Recht von Ärzten bekräftigt, aus Gewissensgründen bestimmte Behandlungen abzulehnen.

Die britische Sozialistin und Berichterstatterin Christine McCafferty nannte das Votum eine "Schande" für den Europarat. Sie bedauerte, dass ihr Bericht in sein Gegenteil verkehrt worden sei. Darin hatte sie gefordert, dass alle Frauen auch Zugang zu einer Abtreibung haben dürften. Besonders Frauen mit geringem Einkommen und in ländlichen Gebieten hätten es oft schwer, einen Arzt zu finden, der bereit sei, eine Schwangerschaft abzubrechen.

Im Vorfeld der Debatte hatten zahlreiche kirchliche und andere Vereinigungen gegen den Bericht protestiert.

Aus Politik und Zeitgeschichte

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