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Alexander Weinlein
Prävention hat Vorrang

DROGENPOLITIK

Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Mechthild Dyckmans (FDP), hat einen neuen nationalen Aktionsplan zur Drogen- und Suchtbekämpfung angekündigt. Der letzte Aktionsbericht aus dem Jahr 2003 müsse überarbeitet werden, erläuterte Dyckmans am vergangenen Mittwoch vor dem Ausschuss für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Probleme wie der Nichtraucherschutz und die Online-Spiel-sucht seien damals noch nicht berücksichtigt worden. Die Drogenbeauftragte machte jedoch keine Angaben darüber, bis wann der neue Aktionsplan vorliegt.

Die FDP-Abgeordnete, die das Amt der Drogenbeauftragten seit November 2009 bekleidet, berief sich vor dem Ausschuss ausdrücklich auf die Arbeit ihrer Vorgängerin Sabine Bätzing (SPD), die sie in vielen Bereichen fortsetzen wolle. Als einen Schwerpunkt ihrer Arbeit nannte die Liberale die Suchtprävention bei Risikogruppen, vor allem bei Kindern, Jugendlichen und Frauen. In den Vordergrund rücke dabei neben den illegalen Drogen die Verbreitung von legalen Drogen wie Alkohol, Tabak und Medikamenten. So sei Deutschland mit einem jährlichen Pro-Kopf-Verbrauch von zehn Litern reinem Alkohol immer noch Spitzenreiter in Europa.

Die Drogenbeauftragte kündigte eine breit angelegte Kampagne gegen den Alkoholmissbrauch bei Kindern und Jugendlichen an. Zudem werde sie verstärkt mit dem Einzelhandel und den Tankstellenverbänden zusammenarbeiten. So sollen neue Kassen zum Einsatz kommen, die die Kassierer über eine entsprechende Einblendung an die Alterskontrolle erinnern. Auch an eine Kooperation mit Schulen und Universitäten sei gedacht, um Kinder, Jugendliche und deren Eltern direkt in die Suchtprävention einzubinden.

Aus Politik und Zeitgeschichte

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