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Kurz rezensiert
Alexander Weinlein
Angelesen

Rund 6.800 deutsche Soldaten dienen derzeit weltweit in Auslandseinsätzen. Sie bekämpfen aufständische Taliban in Afghanistan, schützen Schifffahrtsrouten vor Piraten am Horn von Afrika, sichern den fragilen Frieden auf dem Balkan und vor der Küste des Libanons oder betätigen sich als UN-Beobachter in Afrika. Das Engagement der Bundeswehr begann allerdings viel früher: Bereits 1960 leisteten die gerade mal fünf Jahre zuvor aus der Taufe gehobenen Streitkräfte humanitäre Hilfe nach einem Erdbeben in Marokko. Dutzende solcher unbewaffneter Hilfseinsätze folgten.

Das vom Militärgeschichtlichen Forschungsamt der Bundeswehr herausgegebene Taschenbuch verschafft in 23 Einzelbeiträgen einen faktenbasierten, detaillierten und sachlichen Überblick über die Geschichte und die rechtlichen, politischen und militärischen Grundlagen der Auslandseinsätze der Bundeswehr. Auch kritische Fragen, wie etwa nach der Beteiligung Deutschlands am Luftkrieg gegen Jugoslawien im Jahr 1999 ohne Mandat der Vereinten Nationen werden nicht ausgespart.

Militärgeschicht- liches Forschungs-amt (Hg.):

Auslandseinsätze der Bundeswehr.

Verlag Ferdinand Schöningh, Paderborn 2010; 324 S., 15,90 €

Aus Politik und Zeitgeschichte

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