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Alexander Heinrich
200 Millionen Euro für Haiti

ENTWICKLUNG

Mehr als ein Jahr nach dem schweren Erdbeben in Haiti hat Deutschland insgesamt rund 200 Millionen Euro für den Wiederaufbau bereitgestellt. Darüber informierte die Bundesregierung vergangenen Mittwoch in einer mündlichen Unterrichtung im Ausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Als Direkthilfe seien rund 1.200 Holzhäuser als Notunterkünfte errichtet worden, sagte die Parlamentarische Staatssekretärin im Entwicklungsministerium Gudrun Kopp (FDP). Die Aussage Bill Clintons, Präsident der Interimskommission für den Wiederaufbau Haitis (CIRH), Deutschland würde seinen Zahlungen nicht nachkommen, entbehrten jeder Grundlage, betonte Kopp.

Im Mittelpunkt der Ausführungen stand die schwierige Situation des Inselstaates: Noch immer herrsche ein politisches Vakuum, fehle es an einer ansprechbaren Verwaltung, die die Arbeiten der Hilfsorganisationen ausreichend koordinieren könne.

Das schwere Beben vom Januar 2010 forderte mehr als 200.000 Menschenleben. Nach einem ersten Wahlgang im November 2010 bestimmen die Haitianer Ende März in Stichwahlen sowohl einen neuen Präsidenten als auch die Zusammensetzung von Parlament und Senat.

Aus Politik und Zeitgeschichte

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