Themenausgabe
Siegmar Schmidt
Deutsche Afrikapolitik
Gratwanderung zwischen reinen Wirtschaftsinteressen und entwicklungspolitischer Kooperation
Afrika ist wieder einmal in der öffentlichen Diskussion. Das politische und mediale Interesse konzentriert sich seit neuestem weniger auf naturbedingte oder humanitäre Katastrophen, sondern auf überraschend positive Entwicklungen und Chancen auf dem Nachbarkontinent. Weitgehender Konsens unter
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Ursula Eid
BUNDESTAG
Die Abgeordneten nutzen ihre meist individuellen Einflussmöglichkeiten von den Medien oft unbeachtet
Afrika ist im Deutschen Bundestag nicht der sprichwörtlich gewordene "vergessene Kontinent". Als Suchbegriff eingegeben, liefert das Dokumentationssystem des Bundestages über 780 Treffer. Verglichen mit rund 120 Treffern zu Lateinamerika und rund 80 zu Südostasien ist das quantitativ ein
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Jérôme Cholet
BUNDESWEHREINSÄTZE
Deutschland ist an fünf internationalen Friedensmissionen in Afrika beteiligt
Kurz nach Mitternacht, etwa hundert Meilen vor der ostafrikanischen Küste, ereilt Fregattenkapitän Frank Schwarzhuber der Hilferuf eines osteuropäischen Handelsschiffes. Aufgeregt wird ihm von einem Speedboot mit sechs dunkel gekleideten Männern an Bord und zwei Außenbordmotoren berichtet - klare
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Christine Buchholz
DIE LINKE
Vorschläge, was Afrika wirklich helfen würde
Besonders entschieden äußerte sich die Fraktion Die Linke wiederholt gegen die Bundeswehreinsätze im Ausland. Die Abgeordneten betonen, dass Krieg keine Lösung sei und nur neue Gewalt bringe. Christine Buchholz erklärt den Standpunkt der Linken: "Die Probleme der Menschen in Afrika sind durch den
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Michael F. Feldkamp
Optimismus
Revolutionen in Nordafrika könnten Entwicklung voranbringen
Ägyptisches Militär löst Parlament auf! So oder ähnlich lauteten manche Schlagzeilen am 13. Februar 2011, zwei Tage nachdem Muhammad Husni Mubarak als Staatspräsident Ägyptens zurückgetreten war. Die Meldung hätte für sich genommen auch falsch verstanden werden können; denn Militär und Parlament
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Richard Fuchs
Kooperation mit Europa
In Addis Abeba loten AU und EU die gemeinsamen Interessen aus
John K. Shinkaiye und Koen Vervaeke sind gute Nachbarn. Der Erste ist ranghoher Diplomat bei der Kommission der Afrikanischen Union (AU). Der Zweite ist Europas Sonderbeauftragter bei den Institutionen der AU. Tür and Tür arbeiten beide in der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba daran, dass die
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Sabine Seeger
Entwicklungshilfe
Brüssel justiert Maßstäbe für Hilfen neu / 388 Millionen Euro für Verkehr
Lange war die Devise der Europäischen Union gegenüber Afrika: Dem bettelarmen Kontinent muss geholfen werden. Bilaterale Entwicklungshilfe war das Stichwort, unter dem die Staaten Millionensummen in teils zukunftslose Projekte pumpten. Verantwortungslose afrikanische Politiker konterkarierten das
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Ute Schaeffer
AFRIKANISCHE UNION
Der Staatenbund mausert sich vom Papiertiger zum handlungswilligen Akteur
Die Afrikanische Union will keine "Quasselbude" sein, sondern Mediator und Motor der politischen und wirtschaftlichen Integration des Kontinents. Ihr gehören bis auf Marokko alle 53 afrikanischen Staaten an. Ihr Aufbau ähnelt an vielen Stellen der Europäischen Union: Es gibt einen Exekutivrat, der
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Tina Gerhäusser
MIGRATION
13 Millionen Afrikaner ziehen innerhalb des Kontinents umher. Viele suchen Arbeit in den reichen Ölnationen
Eben hat er noch lässig an der Ladentür gelehnt: klein, sehnig, mit durchdringenden dunkelbraunen Augen, denen nichts entgeht. Jetzt nimmt Boby in paar Scheine entgegen und verschwindet im Ladendickicht des Marktes. Er soll für einen Kunden einen DVD-Player besorgen. Vor einem Fernseher macht er
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Knut Teske
Prinz Asfa-WoSSEN Asserate
hält Europa den Spiegel vor. Das Versprechen, den Demokratisierungsprozess in Afrika zu unterstützen, wurde konterkariert durch die Unterstützung von Diktatoren.
Lost-Kontinent beim Blick auf die politische Karte; Rich-Kontinent beim Wissen um die Bodenschätze. Warum setzt sich in der Öffentlichkeit schonungslos der erste Eindruck durch? Tut er das? Hörte Afrika nicht Anfang der 90er Jahre auf, ein Lost-Kontinent zu sein? Damals, als viele Despoten
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Tatjana Heid
MEDIEN
Zwischen liberal und repressiv, omnipräsent und nicht vorhanden: Pressefreiheit und Zugang zu Informationen sind in Afrika unterschiedlich ausgeprägt
Nairobi und die Presse. Beides ist untrennbar miteinander verbunden. In den Straßen der Innenstadt reiht sich ein Zeitungsverkäufer an den nächsten, sie bieten Tageszeitungen an, Wochenzeitungen, Zeitschriften. Wer vorbeigeht, bleibt stehen, blättert, kauft eine Zeitung oder legt sie wieder weg.
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Christian Putsch
BODENSCHÄTZE
Ob Öl, Gold, Diamanten oder Coltan: Nur die Eliten profitieren von den wertvollen Rohstoffen. Die meisten Menschen leiden unter Umweltverschmutzungen, Bürgerkriegen und wachsener Armut.
Die Schritte scheppern auf dem Eisensteg, mit jedem einzelnen wird es heißer. Golden erleuchten die riesigen Flammen die nigerianische Nacht. Sie geben den Blick frei auf Helen Ikris Arbeitsplatz. Zwei Abfackelanlagen speien die Abgase der Erdölförderung in die Luft. Es klingt wie das Getose eines
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Eva Goldfuß
Bundestag Die Homepage des Bundestages wird noch internationaler. Bald sollen sich auf der Website auch arabisch sprechende Menschen über das politische System und die Arbeit des Parlaments informieren können. Bisher gibt es die Homepage noch auf Englisch und Französisch. Rund 240 Millionen Menschen
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Mathias Bölinger
Handel
Rund eine Million Menschen aus der Volksrepublik leben und arbeiten bereits in Afrika. Experten bezweifeln, ob die Länder von ihren Aktivitäten wirklich profitieren
Herr Zheng schüttelt den Kopf. "Nein, hier ist es nicht gut", sagt er. "Die Geschäfte laufen nicht." In seinem Laden stapeln sich Jeans und Cargohosen, wie sie in Asien beliebt sind. Daneben Hemden, T-Shirts, Blusen und Röcke. Im Laden nebenan das gleiche, und im übernächsten auch. Die Geschäfte auf
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Eckhart Ribbeck
Slums
In Afrikas Mega-Cities leben Millionen unter katastrophalen Bedingungen
Mit der globalen Verstädterung verbreiten sich nicht nur moderne Lebens- und Bauformen, sondern auch Armut und Slums in den Städten. Dabei umfasst der Begriff "Slum" ein breites Spektrum von Bau- und Wohnformen, beispielsweise vernachlässigte Altstädte, informelle Selbstbau-Quartiere oder desolate
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Interview mit Heidemarie Wieczorek-Zeul (SPD) Ministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung a.D.
In Afrika gibt es eine Landflucht. Die Menschen zieht es in die Städte. Wie kam es zu der Entwicklung? Die Menschen fliehen in die Städte in der Hoffnung auf eine bessere Lebensperspektive. Sie erhoffen sich eine bessere Versorgung und Schulen für ihre Kinder. Hinzu kommt, dass in vielen
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Jasper Thoms
Kommunikation
Internet hilft beim Sturz der Diktatoren
Ein Großteil der Afrikaner hat keinen Zugang zu Festnetztelefonen. Es mangelt entweder an Anschlüssen auf dem schwach verkabelten Kontinent, oder die Menschen können sich die anfallenden Gebühren nicht leisten. Zum Glück gibt es Handys. Das Mobiltelefon füllt die Versorgungslücke und spielt im
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Sibylle Ahlers
Familien
Arbeit, Hunger, Schmutz, Krankheiten und Gewalt - das harte Leben vieler Jungen und Mädchen
In dem zauberhaften Film "Babies" zeigt der französische Regisseur Thomas Balmès alltägliche Erlebnisse aus dem ersten Lebensjahr der kleinen Ponijao in Namibia. Das kleine Mädchen vom Stamm der Himba wächst behütetet auf. Es schmust mit den Eltern, streitet mit seinem Bruder, spielt, lacht und
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Markus Verne
ESSAY
In vielen Gesellschaften ist Unterstützung eine Pflicht. So wird der geringste Wohlstand umverteilt, bis nichts mehr da ist.
Sobald es um Afrika geht, geht es um Armut - und das nicht zu Unrecht. Natürlich hat Afrika auch andere Gesichter, und oft ist es schwer zu entscheiden, wann wirklich "Armut" herrscht und wann nicht. Dennoch leben nach wie vor zahllose Menschen in Umständen, die sich nicht anders bezeichnen lassen.
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Alexander Heinrich
MIGRATION
Vertreibung, Armut, Umweltschäden: Die Zahl der Flüchtlinge bleibt auf lange Sicht hoch
Ob mit Einreisepapieren auf offiziellen Wegen oder auf Booten im Mittelmeer: Hundertausende Afrikaner versuchen jedes Jahr, nach Europa zu kommen. Das ist nicht erst seit den Aufständen in den nordafrikanischen Staaten so, mit deren Hilfe Europa Auswanderungswilligen bisher eine Grenze zog. Wohl
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Michael Kauch
Indigene Völker
Die Menschen sind ein lebendiges Beispiel für Naturverbundenheit
Umweltschutz muss mit den Menschen gestaltet werden - nicht über ihre Köpfe hinweg. Diese Leitlinie sollte auch in der internationalen Politik für Klima und Biodiversität mehr Beachtung finden. Es sind die indigenen Völker, die durch ihre Nähe zur Natur wahre Kompetenzzentren sind. Ihr Wissen wäre
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Sibylle Ahlers
Bundestag
Der Menschenrechtsausschuss hat regelmäßig Afrika auf der Agenda. Auf dem Kontinent ist die Situation in vieler Hinsicht bedrückend, aber es gibt auch Signale der Hoffnung.
Fassungslos beobachtete die Welt in den vergangenen Wochen, wie Herrscher in Nordafrika Scharfschützen, Prügeltrupps und Soldaten einsetzten, um ihre schwindene Macht zu verteidigen. In Tunesien und Ägypten setzen sich die Demonstranten trotzdem mit ihrem Ruf nach Demokratie, Reformen,
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Volker Seitz
ANALYSE
Warum Entwicklungshilfe das Verantwortungsgefühl in den Ländern zerstören kann
Die Debatte um Armut und die Rolle der Entwicklungshilfe in Afrika ist Dauerthema. Aber die Quantität der Hilfe scheint für viele wichtiger als die Qualität. Wohltätigkeit ist etwas Wunderbares, aber nicht unbedingt ein Hebel, der viel bewirkt. Afrikas Elendsklischees dagegen verkaufen sich sehr
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Heiner Kiesel
RELIGION
Islam, Christentum, Hexerei und Zaubertränke: Afrika glaubt an alles, was in der Not helfen kann
War es nicht doch göttliche Macht, die Omar Bongo 42 Jahre an der Macht hielt? Immerhin hatte der 2009 verstorbene Präsident Gabuns eine Menge Beistand: Er wurde als Kind von einem katholischen Priester getauft und konvertierte später zum Islam - was ihn aber nicht davon abhielt, mehreren
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Interview mit Volker Kauder, Vorsitzender der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag
Der Anschlag in Alexandria, Verfolgungen in Nigeria, massenhafte Emigration von sudanesischen Christen aus dem Norden in den Süden: Ist Christsein in Afrika besonders gefährlich? In vielen Ländern werden Christen diskriminiert oder verfolgt. Das gilt für Teile Afrikas ebenso wie für den Nahen Osten
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Ramona Vogel
Souvenirs
Auch Parlamentarier bringen sich von ihren Reisen hübsche Kleinigkeiten mit, die sie an Länder oder Begegnungen erinnern.
Die schmale, große Frauenstatur hat Sibylle Pfeiffer, neugewählte entwicklungspolitische Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, von einer Gruppe mosambikanischer Frauen geschenkt bekommen. Diese 150 Frauen, erzählt Pfeiffer, hätten mit Hilfe eines Mikrokredites eine Hühnerfarm aufgebaut. Ein
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Hanns-Georg Rodeck
VIDEO-INDUSTRIE
In Nollywood werden mehr Filme gedreht als in Hollywood
Nigeria ist mit 140 Millionen Menschen das bevölkerungsreichste Land Afrikas. Laut einer Antwort der damaligen schwarz-roten Bundesregierung ( 16/7672 ) auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion ( 16/7553 ) sieht Deutschland die Schwerpunkte der bilateralen Zusammenarbeit insbesondere bei der
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Richard Fuchs
PARLAMENTARIERGRUPPEN
In ihrem Interessensgebiet sind sich die Abgeordneten der Fraktionen einig
Afrika ist ein Kontinent der Vielfalt. Kein Wunder, dass die parlamentarische Arbeit in den Ausschüssen des Bundestages viele verschiedene Berührungspunkte mit dem Nachbarkontinent hat. 22 ständige Ausschüsse tagen in der 17. Wahlperiode. Thematisch mit Afrika beschäftigt sind häufig der Ausschuss
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Hauke Dorsch und Markus Verne
Musik Als Tansanias erster Präsident Julius Nyerere bei seiner Amtseinführung das Problem der Dominanz westlicher Musikstile ansprach, plagte ihn die Sorge, dass diese für das neu zu schaffende nationale Bewusstsein schädlich sein könnte. Dabei bezog er sich auf ein überraschendes Phänomen: der
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Klaus Brandner
Seit Jahrzehnten sind Deutschland und Ägypten partnerschaftlich eng miteinander verbunden und pflegen einen reichhaltigen Austausch auf kultureller, politischer und wirtschaftlicher Ebene. Die Kooperation im Bereich der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik beispielsweise hat eine lange Tradition.
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Joachim Hörster
Die Parlamentariergruppe Arabischsprachige Staaten des Nahen Ostens konstituierte sich unter dem damaligen Namen "Parlamentariergruppe für die Beziehungen zu den arabisch sprechenden Ländern (des Nahen Ostens)" am 4. April 1995. Seit dieser Zeit erfolgt ein kontinuierlicher Informations- und
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Uwe Kekeritz
Ziel der Parlamentariergruppen ist es, Kenntnisse zu erlangen und persönliche Erfahrungen zu sammeln. Vertiefte Kenntnisse sollen durch Reisen und den Empfang von Delegationen erlangt werden. Im Vordergrund steht der persönliche Kontakt. Er trägt zum besseren Verständnis bei - beide Seiten
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Hartwig Fischer
Die Parlamentariergruppe der französischsprachigen Staaten West- und Zentralafrikas existiert in ihrer jetzigen Form erst seit Beginn dieser Wahlperiode. Vormals gab es eine Gruppe für ganz West- und Zentralafrika mit 21 Staaten. Doch bei nur zwei Delegationsreisen pro Legislaturperiode der
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Günter Gloser
Durch die zunehmenden Verflechtungen zwischen den Gesellschaften ist es wichtig, den internationalen Dialog zu fördern. Die Parlamentariergruppe für die Beziehungen zu den Maghreb-Staaten pflegt den Kontakt zu Parlamentariern unserer Partnerstaaten: Mauretanien, Marokko, Algerien, Tunesien und
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Patrick Meinhardt
Als Parlamentariergruppe Östliches Afrika sind wir für die enge Kontaktpflege zu den Staaten Äthiopien, Burundi, Dschibuti, Eritrea, Kenia, Ruanda, Somalia, Sudan und Uganda zuständig. Diese Region zählt zu den instabilsten Gegenden der Erde. Umso mehr haben wir hier prägende Verantwortung. Armut,
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Stefan Liebich
Südafrika zeigt nicht erst seit der Fußball-Weltmeisterschaft seine Potentiale. Die Republik nimmt schon länger Einfluss auf die Entwicklungen auf dem Kontinent, wie zahlreiche Bemühungen bei Konfliktvermittlungen zeigen. Aber zum südlichen Afrika gehören innerhalb der Southern African Development
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Ramona Vogel
Vor 3,6 Milliarden Jahren Entstehung der ersten Landplatten, die den heutigen Süden Afrikas bilden. Vor 450 Millionen Jahren Der Kontinent Afrika bildet feste Konturen. Vor 200 Millionen Jahren Dinosaurier bevölkern den Kontinent. Ungefähr 140 Millionen Jahre später sterben sie aus. Vor 100-80
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Ramona Vogel
500 v.Chr. Auf dem Gebiet des heutigen Nigera entsteht die Nok(Eisen)-Kultur. Bekannt sind ihre beeindruckenden Terrakotten. Außerdem wird erstmals in Afrika Eisen verhüttet. 730-660 v.Chr. Das Reich der Kusch erobert Ägypten. Nubische Herrscher regierten nun als Pharaonen das Land. 660- 330 v. Chr.
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Ramona Vogel
1441 und 1444 Die Kolonisierung Afrikas durch die Europäer beginnt. Portugiesische Seefahrer erreichen die Westküste Afrikas, die sogenannte "Goldküste" mit reichen Rohstoffvorkommen. Mit Gold und den ersten Sklaven kehren sie nach Portugal zurück. 1482 Im heutigen Ghana beginnen sie mit der
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Ramona Vogel
1798 Napoleon Bonaparte landet in Ägypten. Der Feldzug ist ein militärischer Fehlschlag. Die an der Expedition teilnehmenden Künstler und Wissenschaftler allerdings untersuchen und skizzieren Pyramiden, Obeliske und Tempel. Das auf dieser Grundlage 1809 veröffentlichte Werk "Description de l'Egypte"
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Ramona Vogel
1884 Togo, Deutsch-Südwestafrika (heute: Namibia) und Kamerun werden deutsche "Schutzgebiete". Im Jahr 1885 folgt schließlich Deutsch-Ostafrika (das Gebiet der heutigen Staaten Tansania, Burundi und Ruanda). 1885 Die heutige Demokratische Republik Kongo wird das privatrechtliche Eigentum der
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1910 Die Union Südafrika wird unabhängig von Grobritannien. 1914-1918 Deutschland verliert im Ersten Weltkrieg seine Kolonien, auch die in Afrika: Togo, Kamerun, Deutsch-Südwestafrika und Deutsch-Ostafrika. 1919 Der erste Pan-Afrikanische Kongress fordert von den Teilnehmern der Pariser
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1956 Sudan wird unabhängig. Der christlich geprägte Süden beansprucht die Unabhängigkeit vom muslimischen Teil. Neben kulturell-religösen Motiven spielt auch der Rohstoffreichtum des Südens eine Rolle. 1983 wird das islamische Recht im gesamten Sudan eingeführt und lässt den Konflikt zwischen Nord
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Ramona Vogel
1962 Das ostafrikanische Ruanda wird unter dem Hutu Gregoire Kayibanda unabhängig. Kayibandi lässt die Tutsi, die größte Mindeheit im Lande, brutal verfolgen. 1973 bringt dann ein Militärputsch Juvenal Habyarimana an die Macht. Nach seinem Tod 1994 durch einen Flugzeugabsturz beginnen radikale Hutu
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Ramona Vogel
1971 Der Assuan Staudamm wird nach rund zehnjähriger Bauzeit fertiggestellt. Das Gemeinschaftsprojekt der Ägypter und Sowjets ist mit knapp vier Kilometer Länge und über 100 Meter Höhe ein Prestigobjekt des Landes. Mit seiner Inbetriebnahme deckt er fast 80 Prozent des Strombedarfs Ägyptens. Dabei
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Ramona Vogel
1980 Robert Mugabe, Vorsitzender der Zanu-Partei wird Präsident des neuen Simbabwe. Die ihm vorausgehende weiße Minderheitsregierung unter Ian Smith gibt die Regierung auf und gesteht Wahlen zu. Mugabes Politik gilt in den 1980er Jahren als vorbildlich. Ab den 1990er Jahren stagniert die Wirtschaft
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Ramona Vogel
1997-2006 Der aus Ghana stammende Kofi Annan wird UNO-Generalsekretär. Er erhält 2001 den Friedensnobelpreis. In Zaire stürzt Laurent-Desire Kabila den amtierenden Mobutu und benennt das Land wieder in Kongo um. Von 1998 bis 2002 tobt ein brutaler Bürgerkrieg. Die damalige US-Außenministerin
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