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Hartwig Fischer
Kurz notiert

Die Parlamentariergruppe der französischsprachigen Staaten West- und Zentralafrikas existiert in ihrer jetzigen Form erst seit Beginn dieser Wahlperiode. Vormals gab es eine Gruppe für ganz West- und Zentralafrika mit 21 Staaten. Doch bei nur zwei Delegationsreisen pro Legislaturperiode der Parlamentariergruppe ins Ausland war eine Aufteilung in die 14 französischsprachigen und die sieben englisch- und portugiesischsprachigen Staaten sinnvoll.

Französischsprachigen Staaten

Unsere Aufgabe als Parlamentariergruppe ist es, Beziehungen zu den anderen Parlamenten aufzubauen und zu festigen. Das bedeutet, unsere Aufgabe ist nicht nur politischer Natur, sondern auch diplomatisch, so dass viel Fingerspitzengefühl gefragt ist. So wirkt die Parlamentariergruppe auf eine Stärkung der Gewaltenteilung in unseren Partnerländern hin. Für eine bessere Ausstattung der Parlamente vor Ort setzen wir uns ebenfalls ein. Da die Parlamentariergruppen interfraktionelle Gremien sind, geht es bei unserer Arbeit in den Gruppen weniger um parteipolitische Themen, als um den Einsatz für gemeinsame demokratische Werte.

Die Delegationsreisen nach West- und Zentralafrika sind stets eine große Bereicherung. Dabei ist nicht nur der kulturelle Austausch mit den Gastländern besonders wichtig, sondern auch die Besichtigung von deutschen Projekten vor Ort. In den Gastländern stehen dann beispielsweise Besuche bei Projekten der Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GiZ), dem Goethe-Institut oder deutschen Nichtregierungsorganisationen auf dem Programm. Aber auch das Zusammentreffen mit den Abgeordneten der anderen Parlamente ist ein ganz wichtiger Bestandteil der Agenda. Der Austausch erfolgt auf bilateraler Ebene. Auch unsere Parlamentariergruppe lädt afrikanische Delegationen ein.

In meiner Arbeit als Abgeordneter beschäftige ich mich mit dem gesamten afrikanischen Kontinent. Mir liegt dabei unter anderem der frankophone Teil West- und Zentralafrikas sehr am Herzen. Von Mali in der trockenen Sahelzone im Norden bis in das riesige, regenwaldverschlungene Kongobecken ist diese Region so riesig wie vielfältig. In der Unterschiedlichkeit der Kulturen und der Aufgeschlossenheit der Menschen liegt die Faszination, die mich antreibt.

Aus Politik und Zeitgeschichte

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