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Johannes Krija
Kurz notiert

Übersicht ausgewählter Terroranschläge mit islamistischem Hintergrund seit 1993:

26. Februar 1993

Bei einem Bombenanschlag auf das World Trade Center in New York sterben sechs Menschen, mehr als 1.000 werden verletzt. Der Anschlag wird mit der terroristisch-islamistischen Organisation Al-Qaida in Verbindung gebracht.

7. August 1998

Die US-Botschaften in Daressalam (Tansania) und Nairobi (Kenia) werden Ziel von Anschlägen. 223 Menschen sterben, mehr als 4.000 werden verletzt. Die Anschläge werden regionalen Al-Qaida-Strukturen zugeschrieben.

11. September 2001

Bei mehreren Anschlägen auf die USA werden rund 3.000 Menschen getötet und etwa 6.000 verletzt.

8.45 Uhr (Ortszeit):

Ein Flugzeug rast in den Nordturm des World Trade Center in New York.

9.05 Uhr:

Ein weiteres Flugzeug fliegt in den Südturm.

9.39 Uhr:

Ein drittes Flugzeug stürzt in Washington in das Pentagon, den Sitz des US-Verteidigungsministeriums.

10.05 Uhr:

Der Südturm bricht zusammen.

10.10 Uhr:

Südöstlich von Pittsburgh im Bundesstaat Pennsylvania stürzt ein viertes Flugzeug ab. Berichten zufolge sollte es Camp David oder das Weiße Haus treffen.

10.28 Uhr:

Der Nordturm stürzt ein.

11. April 2002

Bei einem Anschlag auf eine Synagoge auf der tunesischen Insel Djerba kommen 21 Personen ums Leben, 24 Menschen werden verletzt. Al-Qaida bekennt sich im Juni 2002 zu dem Anschlag.

12. Oktober 2002

In Kuta auf der Insel Bali (Indonesien) sterben rund 200 Menschen bei einem Anschlag auf eine Diskothek und ein Café. Mehr als 330 werden verletzt. Verantwortlich sein soll Al-Qaida.

28. November 2002

Bei einem Selbstmordanschlag auf ein Hotel in Mombasa in Kenia sterben 16 Menschen. 80 werden verletzt. Das Hotel wurde überwiegend von israelischen Touristen besucht. Hinter dem Anschlag wird Al-Qaida vermutet.

16. Mai 2003

In Casablanca (Marokko) werden 41 Personen durch verschiedene Sprengsätze getötet, 100 werden verletzt. Verantwortlich sein soll eine nordafrikanische Terrorzelle der Al-Qaida.

5. August 2003

Im indonesischen Jakarta verüben Terroristen, die in Verbindung zu Al-Qaida stehen, einen Bombenanschlag auf ein Hotel. Bei diesem Angriff sterben 13 Menschen, rund 150 werden verletzt.

11. März 2004

191 Tote und rund 1.600 Verletzte - das ist die Bilanz der Sprengstoffanschläge auf vier Pendlerzüge in Madrid. Nachdem die Vereinten Nationen zunächst die ETA hinter den Anschlägen vermuteten, werden schließlich 21 Mitglieder einer islamistischen Zelle mit Kontakt zu Al-Qaida verurteilt.

7. Juli 2005

Bei Selbstmordanschlägen auf einen Bus und drei Metro-Züge in London werden 56 Menschen getötet, weitere 528 verletzt. Die britische Regierung vermutet, dass die vier verantwortlichen Terroristen einen islamistischen Hintergrund hatten.

2. Juni 2008

Einem Bericht der UN-Menschenrechtskommission zufolge führte die Veröffentlichung von Mohammed-Karikaturen in einer dänischen Zeitung im Februar 2008 zu einem Anstieg terroristischer Drohungen gegenüber Dänemark. Im Juni wird die dänische Botschaft in Islamabad in Pakistan angegriffen. Acht Menschen sterben bei dem Selbstmordanschlag.

25. bis 29. November 2008

Die Stadt Mumbai in Indien ist Ziel von Geiselnahmen und Bombenanschlägen der pakistanischen islamistischen Organisation Lashkar-e-Taiba ("Armee der Reinen"). 172 Menschen sterben, 295 werden verletzt.

28. Mai 2010

Nach UN-Angaben kommen mindestens 70 Menschen bei Angriffen auf zwei Moscheen im pakistanischen Lahore ums Leben. Mehr als 110 werden verletzt. Die Verantwortlichen sollen in Verbindung zu den Taliban und Al-Qaida stehen.

Aus Politik und Zeitgeschichte

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