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Verena Renneberg
Kurz notiert

7. Februar 1992

Im niederländischen Maastricht unterzeichnet der Europäische Rat den Vertrag über die Europäische Union (EUV), bekannt als. Er gilt als größter Schritt der europäischen Integration seit der Gründung der Europäischen Gemeinschaften (EG). In dem Vertrag werden die Gründung einer Wirtschafts- und Währungsunion beschlossen sowie eine engere Abstimmng in der Außen- und Sicherheitspolitik sowie im Bereich Inneres und Justiz vereinbart. Zugleich wird die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) in Europäische Gemeinschaft (EG) umbenannt. Fortan fällt nicht nut die Wirtschaftspolitik, sonderen auch beispielsweise die Umweltpolitik in ihre Zuständigkeit.

18. Juni 1997

Der Europäische Rat beschließt den . der den Vertrag über die Europäische Union und der Verträge zur Gründung der Europäischen Gemeinschaften erweitert. Der Vertrag weitet die Befugnisse des Europäischen Parlaments erheblich aus, indem er seine Rechte im Mitentscheidungsverfahren stärkt.

1. Dezember 2000

Die Staats- und Regierungschefs der EU unterzeichnen an der Cote D'Azure den , einen Vertrag zur Änderung des Vertrags über die Europäische Union und der Verträge zur Gründung der Europäischen Gemeinschaften. Wichtigste Neuerung ist die Einführung von Beschlüssen mit qualifizierter Mehrheit, in vielen Bereichen. Zuvor mussten Beschlüsse einstimmig gefällt werden.

1. Januar 2002

Der wird als Bargeld eingeführt. Bereits drei Jahre zuvor wurde er als sogenanntes Buchgeld etabliert. Seither ist er die Gemeinschaftswährung der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion. Der Euro ist derzeit in 17 EU-Mitgliedsstaaten offizielles Zahlungsmittel.

13. Dezember 2007

Unter portugiesischer Ratspräsidentschaft unterzeichnen die EU-Regierungschefs den . Zu den Neuerungen zählen vor allem die rechtliche Fusion von Europäischer Union und Europäischer Gemeinschaft, die Ausweitung des Mitentscheidungsverfahrens auf die polizeiliche und justizielle Zusammenarbeit in Strafsachen, die stärkere Beteiligung der nationalen Parlamente bei der Rechtsetzung der EU und die erstmalige Regelung eines EU-Austritts.

9. Dezember 2011

Zur Lösung der Schuldenkrise beschliessen 26 EU-Mitglieder einen (Fiskalunion) . Dieser sieht unter anderem eine Schuldenbremse in den einzelnen Ländern vor. Anfang März wollen 25 Staaten den Pakt unterschreiben. Der Vertrag soll zwischenstaatlich sein, aber spätestens in fünf Jahren in die EU-Verträge übergehen.

Aus Politik und Zeitgeschichte

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