Inhalt

Hans-Jürgen Leersch
Pfand für Handys verlangt

UMWELT

Die Sammlung und Weiterverwertung von nicht mehr benötigten Geräten der Informationstechnologie und von Kommunikationsgeräten (ITK-Geräte) soll unter anderem durch ein Pfandsystem für Mobiltelefone und Smartphones verbessert werden. Außerdem soll die Bundesregierung darauf hinwirken, dass bei der Produktion der Geräte und bei der Verwertung von Altgeräten dem Ziel der Ressourceneffizienz besser Rechnung getragen wird, heißt es in einem Antrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen (17/8899), der vom Bundestag am Donnerstag an die zuständigen Ausschüsse überwiesen wurde. Dafür soll es ein verbessertes System der haushaltsnahen sortenreinen Sammlung und eine Rücknahmepflicht von Geräten geben. Um die Verbraucher zur Rückgabe alter Geräte zu bewegen, soll ein "zielführendes und effizientes Pfandsystem" für Mobiltelefone und Smartphones eingeführt werden. Als mögliche Pfandgebühr werden zehn Euro genannt. Falls das System bei Mobiltelefonen und Smartphones erfolgreich sein sollte, soll es auf weitere ITK-Produktgruppen wie Laptops, Netbooks, Tabletcomputer und Spielekonsolen ausgeweitet werden. Nach Angaben der Fraktion nimmt die Zahl der nicht mehr benötigten Geräte zu. Außerdem gebe es immer mehr Berichte über das geplante, künstliche Veraltern (Obsoleszenz) von Geräten. Dies widerspreche dem Ziel der Abfallvermeidungt.

Aus Politik und Zeitgeschichte

© 2020 Deutscher Bundestag