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Verena Renneberg
Trauer um Liselotte Funcke

NACHRUF

"Mit ihrem politischen und parlamentarischen Engagement hat sich Liselotte Funcke große Verdienste erworben, um den Deutschen Bundestag, die Demokratie und Deutschland", würdigte Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) die FDP-Politikerin. Sie sei eine "engagierte Parlamentarierin" gewesen. Vergangenen Donnerstag ist Liselotte Funcke im Alter von 94 Jahren verstorben.

Sie wurde als viertes Kind des Schraubenfabrikanten und späteren FDP-Bundestagsabgeordneten der ersten Wahlperiode Oscar Funcke im westfälischen Hagen geboren. 1946 trat die Diplom-Kauffrau selbst in die FDP ein, für die sie ab 1950 im Düsseldorfer Landtag saß. 1961 wechselte Funcke in den Bundestag, ab 1972 leitete sie den Finanzausschuss. Von 1969 bis 1979 bekleidete sie das Amt der Bundestags-Vizepräsidentin für ihre Fraktion. Anschließend kehrte die langjährige stellvertretende FDP-Parteivorsitzende in die Landespolitik zurück: Unter Ministerpräsident Johannes Rau (SPD) wurde Funcke Wirtschaftsministerin in ihrer Heimat. Von 1981 bis 1991 war sie erste Ausländerbeauftragte der Bundesregierung.

Aus Politik und Zeitgeschichte

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