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Julian Burgert
Wolfgang Schäuble geehrt

Würdigung

Für die CDU war es eine Woche der Ehrungen und Feierlichkeiten. Am vergangenen Mittwoch gratulierte die Partei ihrem Finanzminister Wolfgang Schäuble zu seinem 70. Geburtstag.

In einer großen Matinee im Deutschen Theater in Berlin würdigte die Unions-Fraktion den jahrelangen Einsatz Schäubles für das Land. Zahlreiche Spitzenpolitiker aus Koalition und Opposition zollten dem Finanzminister ihren Respekt. Als Ehrengäste waren Alt-Bundespräsident Richard von Weizsäcker und Christine Lagarde, Direktorin des Internationalen Währungsfonds, angereist. Lagarde nannte Schäuble einen "engen Freund": "Europa hat eine Seele, aber Europa hat auch ein Herz - und das schlägt in Wolfgang Schäuble."

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) bezeichnete Schäuble als Diener der deutschen Politik und des deutschen Volkes. Aufgrund seiner langen Parlamentszugehörigkeit sei Schäuble das "Langzeitgedächtnis der Republik". Der Vorsitzende der Unionsfraktion, Volker Kauder, nannte Schäuble eine außergewöhnliche Persönlichkeit mit einem immensen Erfahrungsschatz.

Wolfgang Schäuble ist seit 1972 Mitglied des Deutschen Bundestages. Mit zehn Legislaturperioden und damit insgesamt 40 Jahren Abgeordnetentätigkeit ist der studierte Jurist der Politiker mit der aktuell längsten Parlamentszugehörigkeit. Im Laufe seiner Karriere besetzte der Badener dabei zahlreiche politische Posten. Unter Bundeskanzler Helmut Kohl (CDU) diente Wolfgang Schäuble von 1984 bis 1989 als Bundesminister für besondere Aufgaben und Chef des Bundeskanzleramtes, ab 1989 bis 1991 Bundesminister des Innern. Unter Bundeskanzlerin Angela Merkel war er von 2005 bis 2009 wieder Bundesinnenminister und seit 2009 Bundesminister der Finanzen.

Schon einen Tag vor den Feierlichkeiten hatte die Unionsfraktion Altkanzler Helmut Kohl in ihrer Fraktionssitzung begrüßt und an seinen Regierungsantritt vor 30 Jahren erinnert (siehe auch "Kehrseite").

Aus Politik und Zeitgeschichte

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