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LESERPOST

Kurz notiert

Zur Ausgabe 40 vom 1.8.2012, "Auf der Suche nach Demokratie", Seite 9:

Sie berichteten vom Internationalen Parlaments-Stipendium (IPS) des Deutschen Bundestages. Ich finde es sehr gut, dass ein solches Programm existiert. Meiner Meinung nach kann nur durch derartige Initiativen wirkliche Völkerverständigung stattfinden und Konflikte zwischen Nationen beziehungsweise Kulturen langfristig gelöst werden. Austauschprogramme im Allgemeinen leisten einen unschätzbaren Dienst für die Völkerverständigung, da wir durch gegenseitige Begegnungen Missverständnissen vorbeugen und Vertrauen schaffen können. Gleichzeitig bieten sie die Möglichkeit, von einander zu lernen und sich besser zu verstehen, wie ich aus eigener Erfahrung sagen kann. Gerade vor dem Hintergrund der momentanen weltweiten politischen Umwälzungen, seien es der arabische Frühling oder Entwicklungen in Asien, sind solche Programme notwendig.

Was das IPS betrifft, so können besonders die arabischen Studenten so vor Ort, hier in Deutschland, Einblick in das Funktionieren einer Demokratie erhalten. Dieses Wissen wird beim Stabilisieren der jungen Demokratien in ihren Heimatländern sicher von Vorteil sein. Allerdings scheinen mir die hier vorgestellten Stipendiaten aus dem Nahen Osten nicht wirklich repräsentative Personifizierungen ihrer Heimatländer zu sein. Trotz aller Stipendien muss man die Teilnahme an einem solchen Programm doch sicher erst einmal finanzieren und einen gewissen Bildungsgrad vorweisen können, von den Sprachenkenntnissen ganz zu schweigen. Beides trifft sicher nur auf eine Minderheit der dortigen Bevölkerung zu.

Dennis Kaiser, per E-Mail

Zur Themenausgabe 41-42 vom 8.10.2012, "Mit unendlicher Feuerkraft", Seite 3:

Vielen Dank für ihre Themenausgabe zu den USA. Besonders gefallen hat mir die Breite der Themen, über die im "Parlament" berichtet wurde. Allerdings habe ich bei dem Artikel über die Super PACs einen Hinweis auf den amerikanischen Satiriker und Komiker Stephen Colbert vermisst. Dieser hat in seiner Satire-Sendung "The Colbert Report" die ganze Absurdität der Richtlinien und Vorgaben der Super PACs offenbart. Colbert ist mehrmals gerichtlich gegen die "Federal Election

Commitee" (Bundeswahlkommission der USA) vorgegangen, um das Recht zu bekommen, seinen eigenen Super PAC zu gründen: "America for a better tomorrow, tomorrow" ("Amerika für ein besseres Morgen, morgen"). Für diesen hat er dann sogar Geld gesammelt und satirische Wahlwerbespots drehen und senden lassen. Auf die Spitze trieb er es, als er John Stewart vor laufender Kamera den Vorsitz über seinen Super PAC übergab. Stewart ist Moderator der satirischen Nachrichtensendung "The Daily Show" und ein Kollege Colberts. Wenn diese beiden nun schwören, sich nicht abzusprechen und ein anwesender Anwalt bezeugt, dass dieser Transfer vollkommen legal sei, dann ist damit offensichtlich, wie absurd die Gesetzesvorgaben tatsächlich sind. Damit machte Colbert einem breiten Publikum klar, welche Folgen die "Citizens United"-Entscheidung des Obersten Gerichtshofes der USA für die Wahlen eigentlich hat. Für die Aufklärung darüber hat Colbert so mehr getan als so mancher Journalist.

Stefan Bernhardt, Berlin

Zur Ausgabe 43 vom 22.102012, "Editorial", Seite 1:

Das Editorial führt in die richtige Richtung, greift aber noch zu kurz. Denn wenn die Energiewende hierzulande ein Erfolg werden soll, dann muss man vor allem über den eigenen Tellerrand blicken. Da andere Länder, wie etwa Dänemark, beim grünen Wachstum bereits viel weiter sind, kann man im Verbund mit den Nachbarn nicht nur viel Geld sparen, sondern auch etwas lernen. Wie zum Beispiel, dass es einen Sinn ergibt, die wichtigsten Kompetenzen in einem einzigen Energie-Ressort zu bündeln. Und nicht wie in Deutschland mit dem Wirtschafts-, dem Arbeits- und sogar noch dem Verbraucherschutzministerium gleich drei Akteure mit der Arbeit zu betrauen, deren Chefs zusätzlich noch aus unterschiedlichen Parteien kommen. Deswegen werden nur veränderte Strukturen laus der Sackgasse weiterhelfen!

Rasmus Helt, Hamburg

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