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Thomas von Winter
Politik gegen den Krebs

GESUNDHEIT II Zustimmung zum Ausbau der Früherkennung

Die Bundesregierung will die Weiterentwicklung der Krebsfrüherkennung per Gesetz fördern. Ihr Gesetzentwurf (17/11267) greift entsprechende Empfehlungen aus dem Nationalen Krebsplan auf. Dieses Vorhaben ist vom Ziel her unumstritten. Dies zeigte die Plenardebatte über den Gesetzentwurf am vergangenen Freitag.

Der CDU-Abgeordnete Rudolf Henke brachte es auf den Punkt: "Je früher der Krebs erkannt wird, desto besser sind die Heilungschancen." Und der FDP-Abgeordnete Heinz Lanfermann erklärte, warum das so ist: Bei Krebs sei auch "auf lange Sicht keine Standardtherapie zur Heilung zu erwarten." Daher sei es wichtig, Menschen zur Teilnahme an Früherkennungsmaßnahmen zu bewegen, sagte Lanfermann. Die SPD-Abgeordnete Marlies Volkmer verband ihr Lob für den Gesetzentwurf mit einem Hinweis auf eigene Verdienste. "Im SPD-geführten Gesundheitsministerium ist im Jahr 2008 der Nationale Krebsplan erarbeitet worden", betonte Volkmer.

Die Linken-Abgeordnete Katrin Vogler attestierte der Union Lernfähigkeit bei der Früherkennung. Sie wolle die Menschen jetzt nicht mehr zu gesundheitsbewusstem Verhalten nötigen. Der Grünen-Abgeordnete Harald Terpe appellierte an die Koalition, offen für Änderungen zu sein. "Die Qualität von Früherkennungsuntersuchungen muss wissenschaftlich belegt werden", sagte Terpe.

Aus Politik und Zeitgeschichte

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