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Julian Burgert
Urlaub auch für sozial Schwache

Tourismus

Um Tourismus für jedermann ging es am Donnerstag im Bundestag. Das Parlament beschäftigte sich mit einem Antrag (17/11588) der Fraktion Die Linke unter dem Titel "Reisen für alle - Für einen sozialen Tourismus" dazu. Hierin fordert die Fraktion, ein für fünf Jahre ausgelegtes Programm für sozialen Tourismus vorzulegen. Das Programm soll sich dabei am globalen Ethikkodex für den Tourismus orientieren, den tourismuspolitischen Leitlinien der Bundesregierung entsprechen und die Hinweise des Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschusses berücksichtigen. Im Detail verlangt die Fraktion, dass im Rahmen der Regelbedarfssätze des Zweiten Buches Sozialgesetzbuch (SGB II) und SGB XII für Bedarfsgemeinschaften und Familien mit Kindern ein "angemessenes Budget" für Erholungsurlaub berücksichtigt wird. Allgemein sollen Mittel für die stärkere Finanzierung von Projekten des sozialen Tourismus bereitgestellt werden. Ebenso sollen genossenschaftlich organisierte Formen des Sozialtourismus initiiert und gefördert werden. Die Fraktion fordert zudem, Festlegungen zur Finanzierung und jährlich obligatorischen Durchführung von Klassenfahrten zu treffen. Obwohl der Tourismus für viele Menschen ein wichtiger Bestandteil ihres Lebens sei, könne nach sich jedoch ein großer Teil der Bevölkerung keinen Urlaub mehr leisten. Der Antrag wurde ohne Aussprache an den zuständigen Ausschuss überwiesen.

Aus Politik und Zeitgeschichte

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